11+1 gute Gründe, ein Buch zu schreiben

Mein erstes Buch ist da!!!

Seit Sommer 2017 habe ich meine persönlichen Gründe zusammengetragen, Japan zu lieben.

Ich habe sie sortiert, Texte in Form gebracht und hier und da wieder einen Grund rausgeschmissen. Denn ich hatte am Ende einfach zu viele!!!

„111 Gründe, Japan zu lieben“ – schwer fiel es mir eigentlich nicht, da Japan mein Herzensthema ist.

Was ich während der Zeit des Schreibens gelernt habe und warum es gute Gründe gibt, ein Buch darüber zu schreiben, erzähle ich dir gerne.

Auf 111 Gründe, ein Buch zu schreiben, bin ich allerdings nicht gekommen.

Deshalb hier meine 11+1 Gründe:

 

GRUND 1 – Weil für mich ein Traum in Erfüllung geht

Meinen ersten „Roman“ schrieb ich mit 12.

Da habe ich in kindlicher Handschrift ein Notizbuch vollgekritzelt mit einer Geschichte.

Es ging damals um ein Baby und die ersten Wochen auf der Welt – aus Sicht des Babys erzählt. Aber genau kann ich mich nicht mehr erinnern.

Es folgten weitere Notizbücher, weitere Geschichten von jungen Mädchen, die sich unverstanden fühlten, sich unglücklich verliebten, Geschichten über Freundschaft und Geschichten zum Thema, wie man in die Welt passt und den Sinn des Lebens findet… all solcher Pubertätskram halt.

Ich wollte immer ein Buch schreiben, um der Welt meine Gedanken und Erkenntnisse mitzuteilen, Geschichten erzählen, andere zum Lachen bringen oder zeigen: „Hey, du bist nicht allein mit deinen Problemen. Mir geht es genauso!“

Die Jahre vergingen und die Notizbücher verstaubten im Schrank.

„Wenn, dann richtig!“, dachte ich und wollte mich als Druckerin bewerben.

„Dann kann ich im Notfall mein Buch einfach selber drucken!“

„Mit deinem Mechanisch-Technischen-Verständnis wird das nie was! Du solltest es als Druckvorlagenherstellerin versuchen. Wo du doch gerne kreativ bist!“

So habe ich am Ende als Druckvorlagenherstellerin in einer großen Druckerei beworben. Heute sagt man Mediengestalterin dazu.

Die Entscheidung war am Ende gar nicht so verkehrt.

Etwas naiv, wie ich dann während meiner Ausbildung allerdings feststellte, denn natürlich lernte ich alles über Layout und Drucktechniken, aber die Maschine konnte ich noch lange nicht bedienen.

Und dann musste da ja auch erst mal etwas geschrieben werden, um es zu drucken – mal abgesehen davon, dass ich nicht so ohne Weiteres die Maschinen für Privatzwecke benutzen durfte. Auch musste ja schließlich noch irgendwer das Papier und die Farbe bezahlen.

Aber der Job war am Ende ganz cool und entfachte meine Leidenschaft, verband meine Liebe zu Büchern, Kreativität und Design.

Und bis heute liebe ich den Geruch in Druckereien.

Wenn man nicht genau weiß, was man beruflich machen soll, dann helfen manchmal die kleinen verrückten Ideen, um einfach in eine Richtung loszugehen.

Den Traum vom Schreiben habe ich aber weiterhin mit mir getragen und mir das gerne vorgestellt und richtig schön ausgemalt:

Wie ich da am Schreibtisch nachts bei einem Glas Rotwein* in die Tasten kloppe.

Wie ich dann mein Buch irgendwann in Händen halte.

Wie ich anderen bei einer Lesung daraus vorlese und die Zuhörer schmunzeln sehe.

Und wie ich damit reich und berühmt werde.

Auch so eine naive Vorstellung:

Reich und berühmt!

Reich wird man mit dem Bücher-Schreiben in der Regel nicht.

Berühmt schon gar nicht – abgesehen von einem kleinen Interview hier und dort.

Das steht aber schon lange nicht mehr bei mir im Vordergrund.

Meinem Traum bin ich trotzdem ein bisschen nähergekommen.

Der Anfang ist getan.

Mein erstes eigenes Buch, kein Roman (der liegt noch in der Schublade), aber eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt: Japan.

Mein Herzensthema, meine Geschichten, meine Erfahrungen und mein Wissen, das ich teilen darf.

Der Gedanke, dass mein Buch auf deinem Nachttisch liegt – ich muss gestehen, beflügelt mich und ist DER WAHNSINN!

Und so geht mein Traum nach 32 Jahren also doch noch in Erfüllung.

Immer an seine Träume festzuhalten – zahlt sich früher oder später immer aus.

* Das mit dem Rotwein hab ich dann gelassen. Alkohol macht die Texte nicht besser, glaub mir 😉

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GRUND 2 – Weil ich plötzlich mit einer Struktur ans Schreiben gehe

Hier auf Nipponinsider schreibe ich über Dinge, die ich interessant finde und denke, dass es auch andere spannend finden könnten.

Ich beantworte Fragen, die mir häufig gestellt werden und ich schreibe immer einfach drauf los.

So ein Buch mit 111 Kapiteln und 9 Oberthemen braucht eine ordentliche Struktur. Einfach drauf losschreiben klappt nicht.

Eine ganz neue Erfahrung war es, mich richtig zu strukturieren.

Alle Gründe auf Karteikarten schreiben, auf dem Fußboden ausbreiten und schauen, wie ich die in die richtige Reihenfolge bringe oder den Oberthemen zuordnen kann.

Strukturieren fühlte sich immer ein wenig wie prokrastinieren an. Am Buch zu arbeiten, ohne anfangen zu müssen zu schreiben.

Eine einheitliche Struktur für die einzelnen Kapitel musste gefunden werden.

An die ich mich 111 mal halten sollte.

Nicht ganz einfach, aber irgendwann hatte ich es raus und plötzlich fluppte es.

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GRUND 3 – Weil ich lernte, meine eigenen Ängste zu bekämpfen

Jeder, der schreibt, kennt es vielleicht.

Die Angst vor dem weißen Blatt (bzw. der leeren Seite auf dem Rechner).

Der erste Absatz ist der schwerste.

Ich tat alles, um bloß nicht anfangen zu müssen.

Auf dem Blog zu schreiben ist easy.

Das kann ich jederzeit ändern, auf Kritik direkt reagieren, diskutieren und notfalls verändern oder sogar löschen (auch wenn das bisher noch nicht vorkam).

Bei einem Buch ist das anders.

Einmal gedruckt ist es nicht mehr zu ändern.

Und wenn das jemand liest, und denkt „Völliger Blödsinn. Die hat sie doch nicht mehr alle!“ Dann bekomme ich das nicht mit.

Und bei solchen Gedanken in meinem Kopf ging plötzlich nichts mehr.

Schreibblockade noch vor dem ersten Satz.

Mein Agent baute mich in dieser Zeit auf und gab den entscheidenden Tipp: „Nicht drüber nachdenken! Einfach schreiben!“

Super Tipp! Für alle, die schreiben wollen und gehemmt sind.

Funktioniert erstaunlich gut!

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GRUND 4 – Weil ich einen neuen Blick auf die Dinge bekam

„Bitte immer mit Quellenangaben!“, verlangte mein Verlag.

Bei Zahlen und Fakten ist das selbstverständlich.

Aber beschreibe ich einfach eine Situation oder ein Erlebnis, krame in meinen Erinnerungen und blättere alte (unveröffentlichte) Tagebücher durch.

Quellenangaben Fehlanzeige.

Recherchieren und nach geeigneten Quellen suchen, wurde zur lästigen Pflicht.

Anfangs.

Denn plötzlich machte es richtig Spaß, sich einen Tag mit einem Thema auseinanderzusetzen, sich gedanklich darin zu verlieren und alles darüber zu erfahren, was ich finden konnte.

Das Thema Samurai wollte ich unbedingt mit ins Buch aufnehmen. Denn Samurai und Japan, die gehören doch zusammen.

Nur wusste ich nicht allzu viel darüber.

Es gibt Experten auf dem Gebiet, die sich jahrelang damit beschäftigt und das wissenschaftlich durchleuchtet haben.

Die Zeit hatte ich leider nicht.

Und auch nur 500-800 Zeichen, um zu erklären, warum Samurai ein Grund sind, Japan zu lieben.

Mein verklärtes Samurai-Bild wurde während meiner Recherchen komplett auf den Kopf gestellt.

KEIN GRUND, Japan zu lieben, war das Ergebnis.

Oder doch?

Alles eine Sache der Formulierung. So wurde daraus kurzerhand:

Weil die Samurai noch nicht vergessen sind (35. Grund, Japan zu lieben).

Was ich während des Schreibens alles gelernt habe. Echt toll.

So einige Themen beschäftigten mich wochenlang und ließen mir keine Ruhe mehr. Sie öffneten mir die Augen und plötzlich sah ich das ein oder andere noch mal aus einer ganz anderen Perspektive.

Unvergesslich bleibt bei der Recherche sicher auch das Thema „Sumo“:

Weil dicke Männer hier unglaublich sportlich sind und Japan verkörpern wie sonst niemand (42. Grund, Japan zu lieben)

Dazu habe ich mir unendlich viele Dokumentationen und Sumokämpfe angesehen.

Mit anderen Worten: Auf viele nackte Männerpopos geguckt. Da kam dann doch der Rotwein wieder ins Spiel. Irgendwie muss man solche Bilder ja verarbeiten 😉

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GRUND 5 – Weil es sich einfach cool anfühlt, zu sagen: Ich schreibe gerade ein Buch

Zunächst antwortete ich nur zögerlich auf die Frage, was ich gerade beruflich mache mit: „Ich schreibe ein Buch!“

Schreibt heutzutage nicht jeder ein Buch?

Im Selbstverlag ist das eigentlich keine große Sache mehr.

Doch die interessierten Nachfragen meiner Gesprächspartner liessen mich schnell einen Kopf größer werden: „Toll! Wahnsinn! Ich könnte das ja nicht! Wann erscheint das? Worum geht es da? Kannst du davon leben?“

Die letzte Frage brachte mich dann schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Ein richtiger Beruf ist das leider nicht – nicht für mich, wenn ich mal so grob meinen Stundenlohn überschlage, was mir von meinem Agenten eigentlich strengstens untersagt wurde.

Aber darum ging es am Ende auch gar nicht.

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GRUND 6 – Weil ich mich selbst wiedergefunden habe

Dieses war wahrscheinlich der harte Teil.

Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Und er blieb nicht ohne Konsequenzen.

Ein Sachbuch über Japan, mit dem ich meinen Lesern die japanische Kultur mit all ihren Eigenheiten und Kuriositäten näher zu bringen versuche, mehr ist es nicht.

Dachte ich.

Beim Schreiben merkte ich dann allerdings, wie sehr mich mein Leben in Japan verändert hatte.

Wie ich zu der Person geworden war, die ich heute bin.

Dafür brauchen andere jahrelange Therapie und Coachings und ich bekomme das alles einfach mal so vor den Latz geknallt. Nur weil ich mich mal gründlich mit Japan und meinem Leben dort auseinandersetzen musste.

Während ich mich mit den Eigenheiten der Japaner und meinem Leben dort befasste, wurde mir plötzlich etwas ganz Entscheidendes klar:

Ich hatte mich in Japan ein Stück verloren.

War nicht mehr die, die ich mal war.

Und dass das auch weitreichende Konsequenzen haben könnte, mich das sogar mal krank machen würde…

…das ist mir gar nicht so bewusst gewesen.

Doch je mehr ich mich wieder in die japanische Welt begab, wenn auch nur in Gedanken und in meinen Erinnerungen, kamen die dunklen Stunden dort wieder zum Vorschein: Die Zeit, in der ich nicht wusste, wohin ich gehörte und wer ich eigentlich war.

Gespürt hatte ich es immer schon, aber wollte es lange nicht wahrhaben.

Zum Thema hab ich das in Buch nicht gemacht, aber meine persönlichen Tagebucheinträge wurden plötzlich wieder länger und ich verstand, dass ich Japan endlich ein Stück loslassen muss, raus aus der Vergangenheit treten, den Moment leben und in die Zukunft blicken musste.

Und dass ich endlich wieder zu mir selbst finden musste.

Japan hat mich ein Stück weit in Ketten gelegt.

Das hört sich jetzt schrecklich dramatisch an.

Ist es vielleicht auch.

In der nächsten Zeit werde ich ein paar große Veränderungen in meinem Leben angehen, vor denen ich mich so lange gedrückt habe.

Keine leichte Aufgabe. Aber seitdem fühle ich mich zum ersten Mal wieder in Deutschland richtig angekommen. Und ich genieße mittlerweile jeden Moment.

Ohne das Buch wäre ich so schnell wahrscheinlich nicht darauf gekommen.

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GRUND 7 – Weil ich mich selbst beim Besser-werden zusehen kann

Drei Abgabetermine standen an: Oktober, Februar und das finale Manuskript im Mai.

„Erst mal schreiben! Nicht groß rumkorrigieren! Oder ewig überarbeiten.“, den Tipp meines Agenten habe ich beherzigt.

Im Mai habe ich dann alles zum ersten Mal von vorne bis hinten durchgelesen.

Geschrieben habe ich durcheinander. Nicht bei Grund 1 angefangen und bei Grund 111 geendet, sondern tatsächlich mal Grund 83, dann mit Grund 42 weitergemacht.

Anfangs habe ich geschrieben, wonach mir ist. Mit den leichten Kapiteln begonnen. Dann irgendwann einfach Lose gezogen oder einen Freund gebeten, mit wahllos Nummern zu nennen, die ich dann brav mit Text gefüllt habe.

Am Ende konnte ich genau sagen, wann ich was geschrieben hatte. Der erste Teil (nicht der im Buch, sondern die ersten Kapitel, die ich geschrieben habe) wirkte etwas holprig und musste am Ende noch mal gründlich überarbeitet werden.

Beim zweiten Teil ging es mir zwischenzeitlich nicht so gut, wie in Grund 6 in diesem Artikel beschrieben. Da musste ich das Dunkle aus den Kapiteln bekommen.

Auch der Stil hatte sich etwas verändert.

Unglaublich, dass ich mich in 9 Monaten so sehr verändert hatte und mein Schreibstil sich ebenfalls. Verbessert würde ich sagen.

Der täglichen Schreibroutine sei Dank.

Man lernt nur, wenn man etwas regelmäßig tut, übt und sich seiner Veränderung bewusst wird.

Das allein spricht schon dafür, ein Buch zu schreiben.

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GRUND 8 – Weil ich die beste Ausrede hatte, mich vor unangenehmen Aufgaben zu drücken

Ich kann mich jetzt unmöglich um die Steuererklärung kümmern.

DSGVO muss warten.

Fensterputzen kann ich auch im Juni noch.

All die unangenehmen Aufgaben, die ich gerne mal vor mich herschiebt, konnte ich jetzt guten Gewissens erst mal vergessen.

Denn ich musste ja dieses Buch schreiben. Da hatte ich eine Deadline und einen Vertrag unterschrieben.

Mittlerweile hab ich aber auch die unangenehmen Aufgaben erledigt.

Nur für die Steuererklärung habe ich mir dann professionelle Hilfe geholt.

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GRUND 9 – Weil Deadlines nichts mit Tod zu tun haben, sondern unglaublich hilfreich sind

Dass ich unter Zeitdruck sehr kreativ und produktiv werde, das wusste ich schon vorher.

Wenn ich muss, dann kann ich plötzlich. Das hab ich beim Unboxing-Kalender 2017 erfreut festgestellt.

Der große Vorteil, wenn man bereits einen Verlagsvertrag unterschrieben hat und abliefern muss, ist, dass es eine Deadline gibt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ohne Deadline ein Buch schreiben könnte.

Dann würde ich noch heute meine Texte verfeinern, wild daran rumfeilen und wahrscheinlich nie ein Ende finden – Perfektionistisch wie ich nun mal gerne bin.

Auch das perfekt-sein-wollen habe ich schnell abgelegt.

Allen Autoren rate ich deshalb, sich eine Deadline zu setzen und dann wirklich aufzuhören.

Stell dir einfach vor, wenn du die nicht einhältst, bist du tot.

Mir haben sie geholfen, mich zu organisieren und ein Ende zu finden.

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GRUND 10 – Weil ich endlich weiß, wie viele Kommafehler ich tatsächlich mache

Das Manuskript ist aus dem Lektorat zurück und etwas verängstigt schaue ich durch die Seiten.

So viele rote Markierungen.

Unglaublich.

Ich nutze ein Schreibprogramm, das sich Papyrus nennt und eine hervorragende Rechtschreibkontrolle (nach dem Duden) anwendet.

Ja, ich weiß. Man merkt das manchmal nicht.

Und trotzdem so viele Fehler?

Flüchtigkeitsfehler, Rechtschreibung, Grammatik und dann die vielen Kommata, die ich einfach irgendwie vergessen habe.

Ob ich daraus allerdings für die Zukunft gelernt habe???

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GRUND 11 – Weil der Moment, als mir mein eigenes Buch bei AMAZON empfohlen wurde, unvergesslich bleiben wird

„Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…“

Und da blicke ich plötzlich auf mein eigenes Buch.

Amazon, du machst das schon echt gut. Aber ich kauf doch nicht mein eigenes Buch!!!

Der Moment war unvergesslich, denn ich hatte nicht mitbekommen, dass der Verlag das Buch bei Amazon eingestellt hatte.

Wie es sich wohl anfühlt, wenn die erste Rezension da veröffentlicht wird?

Noch ist es dort jungfräulich leer, dabei bin ich so gespannt auf ein Feedback.

Also los.

Wenn du magst, schreib deine Rezension – das hilft auch dem Buchverkauft über Amazon, habe ich mir sagen lassen.

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GRUND +1 – Weil Japan einfach zum Verlieben ist

Meine persönliche Liebeserklärung an das schönste Land der Welt, das war schon lange fällig.

Das Buch wird die Welt nicht verändern.

Aber ich möchte, dass es amüsiert, informativ ist und am allermeisten wünsche ich mir, dass meine Leser sich in Japan verlieben, wenn sie nicht schon längst verliebt sind.

Denn das Gefühl, verliebt zu sein, ist einfach immer wieder überwältigend, oder?

Ein bisschen träumen soll doch wohl erlaubt sein: Ich verkuppele einfach gerne und wenn ich dann irgendwann mal höre: „Ich habe mal ein Buch über Japan in die Hände bekommen, danach war ich ganz verliebt und wollte unbedingt dahin.“

Das wär’s doch!

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Weitere gute Gründe, ein Buch zu schreiben

Und genau wie beim Buch, sind mir während des Schreibens dieses Artikels dann doch noch mehr als 11+1 Gründe eingefallen, ein Buch zu schreiben:

Das schöne Feedback, das ich von Freunden, Bekannten und unbekannten Lesern bekomme.

Viele interessante Geschichten, die an mich herangetragen werden von Japanbegeisterten, die mir erzählen, wie sie sich in Japan verliebt haben.

Der Moment, als der Postbote mit einem Paket der frischgedruckten Exemplaren bei mir vor der Tür stand. Beim öffnen des Kartons dann der Geruch von Druckerschwärze und Papier, das frisch aus der Druckmaschine kommt und meinen Namen trägt.

Meine Mutter, die stolz allen Nachbarn, Freunden und Bekannten das Buch unter die Nase hält.

Der Zeitpunkt, als alles fertig war. Plötzlich fiel ich in das schönste Loch der Welt, weil ich plötzlich nichts mehr zu tun hat, sich nicht mehr alles um Japan drehte in meinem Kopf und ich einfach mal wieder ein Wochenende faul mit Lesen, Filme schauen und wild auf einem Konzert tanzend verbrachte – und das alles ganz Japan-frei!!!


111 Gründe, Japan zu lieben | Werbung

Das Buch mit 272 Seiten ist am 1. Oktober 2018 im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag erschienen – im Premium Paperback, mit zwei farbigen Bildteilen – und kostet 14,99 €

Erhältlich ist es

  • in jedem gut sortierten Buchladen (ISBN 978-3-86265-716-2)
  • bei AMZON* (*Werbelink – über den Link erhalte ich eine kleine Provision).
  • über die Verlagsseite von Schwarzkopf & Schwarzkopf
  • als signierte Exemplar.
    Schicke ich auf Anfrage nach Bezahlung über Paypal oder Überweisung auch direkt an dich raus: einfach eine E-Mail an daniela@nipponinsider.de


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9 Kommentare

  1. Was für ein schöner Nachfass-Beitrag für dein Buch! Ich habe sehr interessiert mitgelesen, weil ich ja genau dasselbe wie du gemacht habe. Es war ja nicht mein erstes und so tiefschürfende Erkenntnisse wie bei dir haben sich bei mir (zum Glück?) nicht eingestellt, aber insgesamt kann ich dir in allen Punkten zustimmen. Vor allem mit der höchst wichtigen Deadline! 😉

    Kollegiale Grüße
    Jenny

  2. Ich kann dich sehr gut verstehen!
    Schon als Kind war das Lesen mein absolut liebstes Hobby, zudem habe ich auch oft Geschichten geschrieben (meist Fanfiction) und diese online auch veröffentlicht.

    Heute schreibe ich nicht mehr so viel, habe aber gemerkt, dass es mir fehlt. Darum habe ich letzten Juni angefangen, Tagebuch zu schreiben. Einerseits kann ich so meiner Leidenschaft nachgehen. . Und ich kann einige Bereiche meines Lebens reflektieren, lerne mich selbst viel besser kennen und kann auch besser an meinen Problemen arbeiten. Ich hatte durch das Schreiben schon viele Erkenntnisse, die mich persönlich voran gebracht haben. Denn sonst beschäftige ich mich kaum so objektiv mit meinem Unterbewusstsein.

    Schreiben ist schon toll! Schreiben kann so Vieles sein, aber für jeden etwas anderes und doch bringt es Leute zusammen. Und dein Beitrag zeigt das nicht nur sehr schön auf, er ist selbst eine Liebeserklärung ans Schreiben.

    P.S Vor deinem Beitrag, hatte ich dein Buch nur kurz angeschaut. Ich dachte es sei ein weiteres ,,Japan 101“. Aber nun habe ich richtig Lust bekommen, es zu lesen! Landet gleich auf meiner Liste =)

    • Liebe Sarah, dein Kommentar ist wunderschön geschrieben. Vielen Dank.

      Ich schreibe auch regelmäßig jeden morgen Tagebuch, um die Gedanken loszuwerden und dabei wird mir oft schon vieles klarer, als würde ich nur darüber nachdenken. Ohne würde mir mittlerweile was fehlen.

      In ein paar Jahren werde ich mir mal die Zeit nehmen, die Tagebücher wieder zu lesen. Da kann ich dann bestimmt auch noch was lernen oder lachen, wenn ich feststelle, dass ich mir unnötig Sorgen gemacht habe.

      Liebe Grüße Daniela

  3. Ein toller Post! Schön, mal auf diese Weise einen Einblick zu bekommen. Vielen Dank dafür.
    Was Punkt 6 angeht, den kann ich gut verstehen. Zwar nicht aufs Buch schreiben bezogen, aber was das Gefühl „in Ketten gelegt“ angeht.

    Bei meiner letzten Japanreise habe ich mich ganz bewusst von „meinem“ Japan verabschiedet, um mich so von den Ketten der Vergangenheit zu lösen.

    Ich bin schon gespannt, was du als Nächstes in Angriff nimmst.
    Jetzt wünsche ich dir aber erst einmal ganz viele positive Rezensionen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Mari

    • Vielen Dank, liebe Mari. Nach vorne Blicken und im JETZT leben, bedeutet leider auch immer, die Vergangenheit ei. Stück loszulassen. Ob man nun will oder nicht.

      Die Zukunft bleibt auf jeden Fall spannend, das kann ich dir versprechen.

      Liebe Grüße Daniela

  4. Hallo liebe Daniela,

    ich bin schon ziemlich lange stille Leserin und habe vielleicht in der ganzen Zeit ganze 1-2 mal kommentiert. Oooops.

    Ich werde mir dein Buch auf jeden Fall kaufen! 😉 Lesen tue ich deine Beiträge ohnehin schon unheimlich gerne und freue mich sehr für dich, dass du diesen Schritt gewagt hast! Ich bin gespannt und freue mich auf das Lesen. Bücher über Japan kann man nie genug haben. Teil 2 kann kommen – sagte diejenige, die das erste Buch noch nicht mal in den Händen hat. Hahaha.

    • Liebe Lydia.

      „Bücher über Japan kann man nie genug haben.“ Das denke ich auch. Das Buch ist etwas anders als die Blogartikel, soviel kann ich verraten. Hoffe, es gefällt dir.

      Viel Spaß beim Lesen
      Deine Daniela

  5. Super. Besonders die Erkenntnis, dass sich vieles ändert und Mann/Frau sich verlieren kann.
    Ich war letztes Jahr 5 Wochen in Japan. Kirschblütenzeit.
    Einfach toll.
    Wenn Japan nicht 4 Jahreszeiten hätte würde ich sehr gerne dort Leben. Aber ich mag die Kälte nicht.
    In Kobe waren wir 5 Tage. Hat uns echt gefallen. Man kann viel unternehmen.
    Ich bin Schweizer und Japan hat mich stark beeindruckt. Schokolade, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Distanz.
    Immer eine Reise wert.
    Vielen Dank für Tipps und Anregungen in Deutscher Sprache.
    Silvio
    Hostal Capurgana, Kolumbien

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