11 Wege, nach Japan zu gehen

Letzte Änderung: 19. März 2018 (Es sind jetzt 12 Wege!)

Erfülle dir deinen Japan-Traum

Vor einiger Zeit erhielt ich eine sehr liebe E-Mail einer Leserin und Mutter.

Ihre 17-jährigen Tochter hatte sich JAPAN in den Kopf gesetzt.

Das Kind alleine auf die Reise in ein fremdes Land zu schicken, ist als Mutter (oder Vater) sicher nicht einfach. Die Gefühle – die Angst und Sorgen – kann ich, obwohl ich keine eigenen Kinder habe, sehr gut nachvollziehen. Auf der anderen Seite möchten die Eltern ihr Kind gerne unterstützen und den Träumen nicht im Weg stehen.

Stolz erzählte mir die Mutter von ihrer Tochter, die in der Schule eher ruhig und schüchtern ist, beim Thema JAPAN blüht sie allerdings förmlich auf. Die Manga-Begeisterte hat sogar angefangen, die Sprache zu lernen.

„Hast du ein paar Tipps für mich, wie ich meiner noch minderjährigen Tochter den Herzenswunsch eines Japan-Aufenthaltes erfüllen kann?“, war eine ihrer Fragen.

Na klar hab ich Tipps und gleich ein paar Ideen.

Die Antwort auf die Frage möchte ich mit diesem Artikel geben.

Weitere Tipps, Ideen und Anlaufstellen für alle, die nach Möglichkeiten suchen, Japan zu entdecken und tiefer in das Land einzudringen, stelle ich dir hier einmal vor.

1. Nach Japan reisen

Für alle, die endlich nach Japan wollen

Für ein paar Wochen durch Japan zu reisen ist eine Möglichkeit, erste Eindrücke vom Land zu bekommen. Dabei steht die Kultur, die wunderbare Natur, das Essen und das verrückte Japan meistens im Vordergrund. Und das Einkaufen natürlich.

Als ein Mensch, der das Reisen liebt und schon viel rum gekommen ist, kann ich aus eigener Erfahrung sagen:

Reisen bildet und erweitert den Horizont!

Einen Ort auf Fotos zu sehen oder selbst dort zu stehen, ist etwas völlig anderes.

Gerüche, Geschmäcker, Atmosphäre, die Geräusche um dich herum… Ich könnte 1000 Artikel dazu schreiben und am Ende würdest du noch immer nicht wissen, wie es sich tatsächlich anfühlt.

Dazu musst du selbst dort sein.

Es selbst erleben.

Selbst nach Japan reisen.

Ein Land aber wirklich zu verstehen und tiefer einzutauchen in das Leben der Menschen, ist ein langer Prozess. Vielleicht musst du von den bekannten Reiserouten abweichen und dich hin zu den Menschen begeben, offen und ein wenig mutig sein. Aber du wirst belohnt!

Diese Erfahrung lege ich wirklich jedem ans Herz.

In einem Land zu reisen und in einem Land zu leben sind noch mal zwei ganz unterschiedliche Dinge. Am japanischen Leben teilzunehmen, ist eine unendlich wertvolle Erfahrung.

„Aber wie mache ich das?“, fragst du dich jetzt vielleicht.

Am Leben in Japan teilnehmen

Ein paar Möglichkeiten habe ich hier einmal zusammengestellt:

  • Seitenwechsler / Veranstaltung in Berlin für mehr Informationen zu dem Thema Japan – Deutschland Austausch!

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2. Kurzaustausch-Programme

Deutsch-Japanisches Austausch „Hallo Japan“ | DJJG

Unter diesem Motto steht das Austauschprogramm 2018 und ist etwas ganz Besonderes, weil es jungen Menschen einen einzigartigen Einblick in das Land gibt und die Möglichkeit, junge Menschen aus Japan zu treffen.

Die DJJG ermöglicht es 20 jungen Menschen, nach Japan zu gehen, wo sie zusammen mit 20 jungen Japanerinnen und Japanern für 10 Tage Japan erkunden, an gemeinsam an Projekten arbeiten, viele spannende Einblicken in das Land bieten und zusätzlich mit einem Aufenthalt in einer japanischen Gastfamilie einen ganz besonderen Einblick in den Familienalltag ermöglichen.

Veranstalter ist die Deutsch-Japanische Jugendgesellschaft e.V. / Djjg, ein ehrenamtlicher Verein mit rund 100 Mitgliedern. Den Verein gibt es seit 2006 und neben dem Austauschprogramm werden auch lokale Aktivitäten und Events veranstaltet, wie z.B. #seitenwechsler (2018 fand das auf der Leipziger Buchmesse statt. Dazu gibt es noch mal einen ausführlichen Artikel).

Der Austausch findet immer abwechselnd ein Jahr in Japan und ein Jahr in Deutschland statt. 2018 geht es für 20 Deutsche nach Japan.

Damit bekommst du neben dem Kulturaustausch auch die Möglichkeit zum Sprachenaustausch, denn es wird Deutsch und Japanisch gesprochen. Es entstehen tolle Freundschaften – so wie man sich das für einen Kulturaustausch wünscht.

Hallo Japan!

Alter: 18 – 30 Jahre

Termin: 24. August bis zum 2. September 2018

Kosten:  €500

Nicht im Teilnahmebeitrag enthalten sind:

  • die Flugkosten (Selbstorganisation ist notwendig)
  • die Kosten für Mittagessen,
  • Kosten für freiwillige Veranstaltungen am Abend
  • sonstige individuelle Ausgaben.

Bewerbungsfrist: bis zum 25. März 2017

Informationen zum Programm findest du auf der djjg.org Webseite.


Sushi-Tester gesucht | DJH Sayda

Zusammen mit der Partner-Jugendherberge in Okinawa findet zum 15. Mal die deutsch-japanische Jugendbegegnung statt.

Eine Kinderfreizeit der ganz besonderen Art.

Das Motto lautet: Japanisch essen, japanisch sprechen, japanisch leben!

Der Austausch besteht aus zwei Teilen:

  1. in der Jugendherberge Sayda: vom 24.07. bis 03.08.2018
  2. in der Jugendherberge auf Okinawa / Japan: vom 06.10. bis 18.10.2018

Was wird geboten?

  • Übernachtung mit VP in Deutschland und Japan
  • ganztägige Betreuung
  • Rail&Fly zum/vom Flughafen Frankfurt/Main & Hin- und Rückflug
  • Versicherungen
  • abwechslungsreiches Programm in Sayda:
    Sprachkurse deutsch-japanisch
    Natur- und Umweltprogramm
    Spielzeugstadt Seiffen
    Floßbau
    Ausflug nach Dresden
  • abwechslungsreiches Programm in Japan / Okinawa:
    Meeresprogramme
    Besuch verschiedener Tempel und Burgen
    Kennenlernen japanischer Traditionen
    Homestay in japanischen Familien

Alter: 14 bis 17 Jahre

Preis: 2250 €

Berwerbungsfrist: bis zum 15. April 2018 anmelden bei der Jugendherberge Sachsen.

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3. Sprachschule in Japan

Leider sind die in der Regel recht teuer, weil du für Flug, Unterkunft und Schulgebühren selbst aufkommen musst.

Wer unter 18 ist, wird nur schwer alles selbst organisiert bekommen und sollte sich daher vertrauensvoll an eine Sprachschul-Organisationen wenden.

Bei Yalea beispielsweise beginnen die Preise für Sprachschul-Aufenthalt für 4 Wochen ab €1494.

Kosten für Flug und Taschengeld sind nicht inklusive.

Ein interessantes Angebot habe ich auch bei Genkijacs.com gefunden.

Ein Preisvergleich lohnt sich aber auch bei anderen bekannten Organisationen wie EF oder ESL.

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4. Gastfamilie / Homestay

Leben in einer japanischen Familie

Eine weitere Möglichkeit, in den japanischen Alltag einzutauchen, bieten Gastfamilien-Aufenthalte.

Ich selbst habe schon in Gastfamilien in unterschiedlichen Ländern gelebt: in Bayern (ok, Deutschland, aber kulturell durchaus interessant), Italien, Spanien, Neuseeland und Südafrika.

Wer mit einer japanischen Familie leben und dabei auch etwas lernen möchte, für den ist Englisch allerdings Pflicht. Japanisch wäre optimal. Es gibt keine bessere Möglichkeit, eine Sprache zu lernen, als sie im Alltag anzuwenden!

Gastfamilien sind in der Regel recht aufgeschlossen anderen Kulturen gegenüber und versuchen – gerade in Japan – dem Gast eine möglichst angenehme Zeit zu bereiten.

Auf Seiten wie homestayinjapan.com oder homestay.com bekommst du einen guten Überblick über Preise und Wohnorte der Gastfamilien.

Rechne mit rund 20 € am Tag. Das Essen ist dabei meistens inklusive.

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5. Ein Highschooljahr in  Japan

Leben in einer Gastfamilie und Besuch einer japanischen Highschool – das wird eine unvergessliche Zeit.

Veranstalter: YFU – Youth for Understanding

Das einzigartige Austauschprogramm der YFU, die weltweite Schulaustausch-Organisation, bietet auch ein Schuljahr in Japan an. Der Preis von etwa 9900 € beinhaltet die Unterbringung, Flug- und Betreuungskosten vor und während des Austausches und ist nach meinen Recherchen das beste Angebot am Markt.

Bewerbungsbedingungen und weitere Infos auf der Webseite der YFU – Youth for understanding.

Alter:     17-19 Jahre (Bedingungen beachten!)
Dauer:    1 Jahr (Schuljahrbeginn im April)
Kosten:  9.900 € / Jahr (Teilstipendium und Schüler-Bafög möglich)

Inklusive Flug, Versicherungen, Schulgebühren, Uniform und Lehrmaterial, Unterkunft in Gastfamilien. (Taschengeld nicht inklusive)

Für das Austauschjahr 2019/20 in Japan kannst du dich hier bewerben.


Weitere Austauschorganisationen

Bei einem Preisvergleich sind auch immer noch die Extrakosten für Schulmaterial, Uniform (rund 400 €, abhängig von der Schule), Fahrt- und Taschengeld zu berücksichtigen.

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6. Austauschprogramme für Japan

Es gibt zahlreiche Austauschprogramme für Auszubildende, Studenten, Studierte und Ehrenamtliche.

Ein paar möchte ich dir hier vorstellen:

JET- Programm der japanischen Botschaft

Das bekannteste Austauschprogramm kommt direkt von der japanischen Botschaft und nennt sich JET (Japan Exchange and Teaching Programm).

Momentan leben rund 20 Deutsche über Japan verteilt, die als JETs in 3 unterschiedlichen Positionen arbeiten.

  • CIR / Assistent (in) für die Koordination internationaler Beziehungen (gute Japanischkenntnisse sind Voraussetzung, mindestens N2)
  • ALT / Assistent Language Teacher für Deutsch (DaF erforderlich)
  • SEA / Sportberater (in) für den Kanu-Rennsport/ Kanutrainer (in) (mindestens 3 Jahre Trainererfahrung sind Voraussetzung)

Als JET erhält man nicht nur ein sehr gutes Einkommen, sondern unglaublich gute Unterstützung gerade in der Anfangszeit und ist in einem internationalen Netzwerk aller JETs organisiert.

Bis zu 5 Jahre darf man als JET arbeiten. Bewerbungs-Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium!

Bewerbungsschluss ist immer im Februar!

Mehr Informationen dazu findest du HIER.

Weitere Austausch- und Bildungsprogramme der Botschaft findest du in dieser Liste, die sich an Studenten, und Hochschulabsolventen, aber auch an Schüler und Praktikanten richtet.


Austauschprogramm des JDZB

Die Stiftung Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin ist der Anlaufpunkt für alle Japaninteressierten. Die JDZB bietet neben informativen Konferenzen, kulturellen Events und Sprachkurse auch Austauschprogramme.

Das gesamte Programm findest du auf der Webseite der jdzb.

Hier stelle ich dir einmal zwei interessante Austauschprogramme vor:

Austauschprogramm für junge Ehrenamtliche

Einblicke in die Situation der Jugendarbeit un des Ehrenamts im Partnerland.

Alter: 18 bis 26 Jahre

Termine für 2018
Vorbereitungsseminar in Berlin: 20.-22. Juli 2018
Besuchsprogramm in Japan: 21. August-4. September 2018
Japanische Delegation in Deutschland: 11.-24. September 2018

Kosten: €600
(gefördertes Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und japanisches Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT)

Bewerbungsschluss: 30. April 2018

Austauschprogramm für junge Berufstätige

Kennenlernen der Arbeits- und Lebendswelt im Partnerland

Alter: 18 bis 30 Jahre

Termine für 2018
Vorbereitungsseminar in Berlin: 12 bis 14. Oktober 2018
Besuchsprogramm in Japan: 13. bis 27 November 2018
Japanische Delegation in Deutschland: 31. Juli bis 13. August  2018
gemeinsames Wochenendseminar: 3. bis 5. August 2018

Kosten: €700
(gefördertes Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und japanisches Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT)

Bewerbungsschluss: 28. Mai 2018


Bildungsaustausch

Ein sehr interessantes Angebot des Kulturaustausches für Berufsanfänger, Auszubildende und Studierende aller Fachrichtungen mit guten Englischkenntnissen bietet Japan-Studienwerk.de und nennt sich „Japan erleben!“. Schau dir das auf jeden Fall auch mal an.

Ein Hochschulstudium ist keine Voraussetzung, auch Japanischkenntnisse sind nicht notwendig.

Das Höchstalter bei Bewerbungsschluss ist 35 Jahre.


Studentenaustausch

Als Student hast du unglaublich viele Möglichkeiten, an Austauschprogrammen teilzunehmen.

Die alle hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.

Schau dir am besten mal die umfangreiche Liste der japanischen Botschaft zum Thema AUSTAUSCH, Forschungs- und Sprachstipendien an.

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7. Auslandspraktikum in Japan

Für ein Praktikum wird leider auch in Japan nur sehr wenig, manchmal gar nichts, gezahlt.

Es bietet aber eine tolle Möglichkeit, in die japanische Arbeitswelt zu schnuppern und vielleicht ergeben sich hier langfristig noch andere Möglichkeiten.

Auf der Seite von KOPRA findest du aktuelle Angebote.

Über den Deutschen Akademischen Austausch-Dienst DAAD findest du neben vakanten Praktikumsplätzen auch eine Auswahl an Stipendien und Fördermöglichkeiten, sowie Informationen zum Studium in Japan.

In diesem Zusammenhang ist auch Internship Japan interessant, die bei der Praktikumssuche helfen und ein paar spannende Erfahrungsberichte zu dem Thema haben.

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8. Freiwilliges Soziales Jahr in Japan

Das FSJ im Ausland ist ein Bildungsjahr für Menschen zwischen 18 und 26 Jahren.

Die ijgd (internationaler Jugendgemeinschaftsdienst) ermöglicht einen 12-monatigen Einsatz in einer sozialen oder kulturellen Einrichtung (davon 11 Monate in Japan).

Das Projekt wird im Rahmen des FSJ-Gesetzes durchgeführt und macht ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungverhältnis in einer ausgewählten Einrichtung möglich.

Hier mal eine Liste mit den Einsatzstellen.

Bewerben kannst du dich für das Jahr 2019 bis zum 28. Februar 2019 (Webseite)

Weitere Informationen zum Jugendfreiwilligen-Dienst findest du auch HIER.

Arbeit mit Behinderten, in Kindergärten oder Seniorenheimen stehen hier auf dem Programm. Dabei geht es nicht um die Pflege, sondern um die Betreuung von Menschen – du bist dort eine Art Entertainer.

Der Freiwilligendienst wird zwar nicht bezahlt, aber du erhältst immerhin ein Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung, sämtliche Seminarkosten, Fahrkosten und einen Zuschuss zum Flug. Auch für eine Auslandskrankenversicherung ist gesorgt.

Kosten für dich:

€2000 in Form von Spenden (die Organisation klärt auf und hilft dir dabei).

Für alle, die sich im sozialen Bereich engagieren möchten, Japan und dessen Lebenswelten kennenlernen, sich selbstständig und ernsthaft auf andere Gegebenheiten einlassen, ihre eignen Werte und Normen hinterfragen und sich selbst und eigene Grenzen ausloten möchten, ist diese Arbeit geradezu perfekt.

Ich selbst habe Erfahrungen in solchen Jobs in Japan gemacht und sie haben viel Spaß gemacht.

Ältere Menschen sind unglaublich geduldig und dankbar und gerade, wer Japanisch lernen will, findet hier eine gute Möglichkeit und tut nebenbei noch seinen Dienst an der Gesellschaft.

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9. Au-Pair in Japan

Als Kinderbetreuung und Haushaltshilfe wirst du schnell ein Teil der Familie und bekommst einen guten Einblick in den japanischen Alltag.

Offizielle Programme für Japan gibt es leider momentan nicht, aber bei den zahlreichen Seiten für Au-Pair-Jobs ist auch immer was in Japan dabei.

Als Au-pair musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Oft sind private Kontakte der einfachste Weg. Ein spezielles Visum gibt es dafür nicht, aber mit dem Working-Holiday-Visum kannst du ein Jahr in Japan leben und arbeiten.

Worldaupairinjapan hat alle nützlichen Infos dazu zusammengestellt.

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10. Working Holiday in Japan

Erste Informationen zu dem Working Holiday Visum findest du auf der MOFA -Webseite (Ministry of foreign affairs of Japan).

Mit dem Visum darfst du bis zu 12 Monate in Japan leben und arbeiten. Allerdings brauchst du einen Flug und eine Auslandskrankenversicherung wird vorausgesetzt (oder alternativ die Verpflichtung für die Mitgliedschaft in der Nationalen Krankenkasse in Japan).

Ferner muss dem Anmeldeformular ein Lebenslauf beigefügt werden und ein grober Reiseplan, aber der ist unverbindlich.

Ein Motivationsschreiben wird verlangt, in dem du auf Englisch oder Japanisch erklärst, warum du nach Japan möchtest.

Es handelt sich hier lediglich um ein Visum. Flug, Unterkunft, Reise und Jobs musst du selbst organisieren, bist daher völlig unabhängig und losgelöst von Organisationen.

Weitere Infos zu dem Thema findest du auch auf der Seite der Japanischen Botschaft.

Meine persönlichen Erfahrungen

2004 habe ich das Visum im japanischen Konsulat in Düsseldorf beantragt, dass ging recht schnell und unkompliziert. In der Regel gibt es bei der Vergabe keine Probleme, bei mir dauerte es damals  2 Wochen, bis ich das Visum im Pass hatte. Dabei musste ich 3.000 € auf meinem Konto nachweisen, weil ich ohne Rückflugticket nach Japan geflogen bin.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass du das Visum vor deinem 31. Geburtstag beantragen musst.

Arbeit finden ist in Japan nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Japanisch hilft dabei, wird aber nicht zwingend vorausgesetzt.

Um einen Job musst du dich allerdings aktiv kümmern. Japan Association for Working Holiday Makers kann bei der Suche behilflich sein.

Auch über Hello Work, dem japanischen Arbeitsamt, habe ich ein paar Stellenangebote bekommen, dazu gab es sogar extra eine Mitarbeiterin, die für Ausländerinnen und Ausländer zuständig war und Englisch sprach, und das im kleinen Fukushima!

Ich habe damals zusätzlich viele Aushänge gemacht, allen erzählt, dass ich auf Jobsuche bin und mich beim Fukushima International Association Center vorgestellt.

Die haben mich über all die Jahre mit interessanten Jobs versorgt.

Irgendwie hatte ich immer was zu tun und zwischenzeitlich sogar 8 Jobs gleichzeitig. Es war abwechslungsreich und wurde nie langweilig, wobei ich die meisten Jobs als Englisch-Lehrerin bekam.

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11. Wwoofing in Japan

Hier lebst und arbeitest du auf einem japanischen Bauernhof oder in der Landwirtschaft.

Die Vorteile, für Kost und Logie in Japan zu arbeiten, liegen auf der Hand:

  • Keine Altersbeschränkung
  • kein Arbeitsvisum notwendig
  • Japanisch lernen
  • Einblicke in das Leben an der frischen Luft

WWOFF gibt es auf der ganzen Welt.

World-Wide Opportunities on Organic Farms ist ein Netzwerk, das von der Idee getragen wird, Menschen zusammenzubringen, die einen naturverbundenen Lebensstil auf dem Land führen oder aktiv kennen lernen wollen. Und vielleicht lernst du von den japanischen Landwirten auch noch ganz neue Techniken?

Die alternative Lebensform in Japan hat es mir angetan.

Freunde von mir haben einen Ökobauernhof und sind beim Wwoofing organisiert.

Es war immer spannend, neue Gesichter dort auf dem Hof zu sehen.

Dazu gab es bei meinen Freunden immer eine große Willkommensparty und am Ende auch eine Abschiedsparty. Also an Partys hat es da auf dem Land nie gemangelt.

Alle Informationen findest du auf der WWOOF Japan Webseite.

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12. Volunteer Work in Japan

Wer nicht für das Landleben geschaffen ist, der kann auch mal einen Blick auf Workaway werfen.

Hier werden immer helfende Hände gesucht, ob für ein Restaurant, Hostel, einem Familienbetrieb, als Englischunterstützung oder in sozialen Projekten. Da ist eigentlich für jeden Geschmack was zu finden.

Oft wir kein Lohn gezahlt, somit brauchst du auch kein Visum, dafür bekommst du Essen und eine Unterkunft und wirst zu einem Mitglied der Familie. Ein unglaublich gutes Gefühl!!!

Mit dem normalen Touristenvisum darfst du 90 Tage im Land bleiben. Das Touristenvisum kann noch mal für 90 Tage verlängert werden, bevor du das Land verlassen musst.

Es gibt so viele Volunteer Programme, einen ersten Überblick findest du z.B. HIER.

Auch gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Unterstützung in Tierheimen und Naturschutzprojekten.

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SEITENWECHSLER – Austauschveranstaltung

SEITENWECHSLER ist das Austauschevent für alle, die endlich mal nach Japan wollen.

Verschiedene Austauschorganisationen stellten sich und ihre Programme vor.

Dort habe ich viele meiner Informationen zu diesem Artikel gesammelt.


Auch 2018 war ich wieder dabei, als die Deutsch-Japanischen Jugendgesellschaft e.V. (DJJG) mit Unterstützung der Botschaft von Japan zum dritten Mal zu ihrer Veranstaltung einlud – dieses mal im Rahmen der Manga-Comic-Con statt und der Leipziger Buchmesse.

Das Event findet einmal jährlich statt.

2017 war ich auch dabei und habe es HIER einmal für dich zusammengefasst.

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Hoffentlich waren für dich und für meine liebe E-Mail-Schreiberin und Mutter eines Japan-verrückten Teenagers ein paar hilfreiche Tipps dabei.

Es gibt tatsächlich viele Wege, um seinem Japan-Traum ein kleines Stück näher zu kommen. Und es bedarf nicht immer so viel Geld, wie man glaubt.

Hast du noch weitere Ideen, Tipps, Links oder Erfahrungen? Dann schreib mir dazu gerne etwas in die Kommentare. 


Teile den Artikel gerne auch mit Freunden, die das interessieren könnte:

12 Kommentare

  1. Liebe Daniela,

    ein wirklich toller Artikel und Übersicht! 🙂 Tatsächlich gibt es viele Wege, die nach Japan führen.

    Viele Grüße aus Tokio
    Tessa

  2. Hallo Daniela,

    sehr interessanter Beitrag!
    eine Info zu Working Holiday: Man kann das Visum bis zu seinem 31. Geburtstag beantragen, also auch noch mit 30. Danach hat man ein Jahr Zeit es in Anspruch zu nehmen, kann also auch erst mit 31 nach Japan gehen. Ich bin gerade 30 und werde es so machen. Ich habe auch schon bei der japanischen Botschaft nachgefragt und mir wurde bestätigt, dass das so geht.

    Schönen Gruß aus Leipzig
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      Vielen Dank für diese hilfreiche Information. Das werden alle 31 Jährigen jetzt wahrscheinlich feiern. Ich werde das in den nächsten Tagen auch korrigieren.

      Viel Spaß dir beim Leben und Arbeiten in Japan. Wird sicher eine spannende Zeit.

      Liebe Grüße
      Daniela

  3. Hallo Daniela!
    Wow mit dieser Liste hast du deiner Leserin sicher sehr geholfen! Auch hilfreich für andere Länder da du akurat soviele Möglichkeiten listest 🙂

    Ganz lieben Gruß aus Holland! 🙂

    • Hallo liebe Franzi,
      freue mich, wenn der Artikel dem ein oder anderen helfen kann. Leider gibt’s ja ständig was Neues auf dem Gebiet.

      Einen lieben Gruß nach Holland
      Daniela

  4. Hey,
    danke für diese super Liste.
    Ich selbst will seit ich 14 bin (mittlerweile bin ich fast 21) nach Japan und bin froh das es mittlerweile wesentlich mehr Möglichkeiten gibt als noch vor ein paar Jahren.
    Bin momentan noch in der Ausbildung zur Bäckerin aber ich hoffe das ich wenn ich danach ein wenig Geld angespart habe endlich mal die Möglichkeit habe nach Japan zu reisen 🙂

    Bin erst vor kurzem auf deinen Blog gestoßen aber verschlinge ihn schon Förmlich und lese jeden Artikel.
    Mach bitte weiter so
    Liebe Grüße Rebekka

    • Liebe Rebekka,

      ein ganz großes Dankeschön für dein tolles Kompliment. Sowas zu lesen, spornt enorm an. Kann ich manchmal gut brauchen 😉

      7 Jahre Japansehnsucht hört sich grausam an. Ich hoffe, dass dein Traum bald in Erfüllung geht und du du eine ganz tolle Japanreise haben wirst. Ich drücke dir die Daumen.

      Liebe Grüße
      Daniela

  5. Toller Artikel. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Möglichkeiten gibt, nach Japan zu kommen. Wegen dem Punkt Praktikum, es gibt durchaus ein paar Firmen, die ein vernünftiges Gehalt für Praktika anbieten, mit dem man auch nicht viel weniger verdient als ein New Graduate. (z.B. Bosch, Tüv, Mitsubishi, Mercedes)Die verlangen dann aber auch gutes Japanisch und weitere Qualifikationen.

  6. Kaikowolfy

    Hey,
    vielen Dank für diesen super Artikel!
    Ich wusste nicht das es so viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt um nach Japan zu kommen. Das motiviert mich gerade sehr!!
    Mein Traum wäre es auch mal für 1 Jahr (oder zumindest ein paar Monate) in Japan zu leben. Allerdings hatte ich diesen Traum schon fast aufgegeben.
    Ich habe schon seit einigen Jahren mit sozialen Ängsten und Depressionen zu kämpfen und habe leider keinen Job. Daher auch kein Geld.
    Als ich 2016 Geld von einer Versicherung bekam die mein Vater für mich abgeschlossen hatte bin ich gleich Hals über Kopf nach Japan geflogen ohne groß nachzudenken. Da ich ohne festen Job keine Kreditkarte bekommen habe war es unmöglich online etwas günstiges zu buchen. Außerdem war es recht kurzfristig (im Januar gebucht und im März direkt hin) daher hatte ich ein völlig überteuertes Hotel im Reisebüro gebucht wodurch die Hälfte des Geldes schon weg war.
    Einige Monate später habe ich erfahren das ich von dem Geld via Working Holiday auch für ein Jahr hätte nach Japan gehen können, und ich war nur 2 Wochen da, sehr frustrierend…. :/

    Jedenfalls hatte ich die Hoffnung für längere Zeit nach Japan gehen zu können wegen meinen psychischen Problemen und der joblosigkeit schon aufgegeben. Da ich für die meisten Dinge schon zu alt bin und es vermutlich bis 30 auch nicht mehr schaffe ein Working Holiday zu machen.
    Aber das es auch mit 30 noch ein paar Möglichkeiten gibt freut mich gerade sehr!! Also ist es für mich vielleicht doch noch nicht zu spät.
    Werde mich darauf konzentrieren gesund zu werden und einen Job zu finden und dann Geld sparen~

    • Sa freue ich mich, dass ich dir ein wenig Mut machen konnte mit meinem Artikel. Mit dem Working Hliday hat man tatsächlich die besten Möglichkeiten, aber das Woofing finde ich persönlich auch sehr spannend, Sa man dabei einen tolle. Einblick in das Leben bekommt und in der Gemeinschaft lebt, also nicht ganz alleine ist. Dadurch können sich dann auch wieder ganz neue Möglichkeiten bieten.

      Zum Thema Depression habe ich einen mitmachenden Artikel geschrieben. Über die Suchfunktion auf meinem Blog solltest du auf den Artikel kommen.
      Ich wünsche dir alles gute zum D das du diese Phase im Leben bald überstanden haben wirst und lernst, damit umzugehen.

      Viele Grüße Daniela

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