Heiraten in Japan ♥ Unsere japanische Hochzeit

Japanische Hochzeit - Ein Hochzeitspaar in Kimonos steht auf einem Balkon eines alten japanischen Hauses und schaut auf die Kirschblüten. Text: so haben wir nicht geheiratet! | Nipponinsider Japan Blog„Wow! Du hast in Japan geheiratet! Das ist ja spannend! Erzähl mal, wie deine japanische Hochzeit so war.“

„In etwa so spannend wie einen neuen Personalausweis in Deutschland beantragen.“

Am 24. April feiern wir unseren 12. Hochzeitstag.

Schon 12 Jahre ist das her.

Mann, wie die Zeit vergeht.

Ich erinnere mich noch an den Sonntag im Frühling, als wäre es gestern gewesen.

Aber ich fange mal beim „romantischsten“ Teil der Geschichte an.

Der Heiratsantrag

Japanische Hochzeit - Kein Antrag, stattdessen... Bild: Man kniet vor Frau.

Es war irgendwann im März, als mich mein Chef, der Direktor einer Junior High School, in sein Büro zitierte. Sieben Monate arbeitet ich bereits als ALT, als Assistant Englisch Teacher, an seiner Schule.

„Wir möchten dich gerne weiterhin als Englischlehrerin, aber wie sieht es eigentlich mit deinem Visum aus? Läuft das nicht Ende April aus?“

„Das stimmt! Ich kümmere mich darum und gebe Ihnen in der nächsten Woche Bescheid!“

Damit konnte ich den Direktor beruhigen.

Ich selbst wurde aber plötzlich unruhig: „Mist! Das mit dem Visum hab ich total vergessen.“, gestand ich meiner japanischen Kollegin, mit der ich zusammen Englisch unterrichtete.

„Du kannst deinen Mann fragen, ob er für dich bürgt. Das ist zwar viel Arbeit, viel Papierkram und er muss einmal seine ganzen Finanzen offen legen. Seine Eltern wahrscheinlich auch. Aber zusammen mit deinem festen Vertrag hier an der Schule sollte das kein Problem sein. Oder ihr heiratet einfach. Ihr seid doch eh schon ewig ein Paar und wohnt sogar zusammen.“

„So lange sind wir noch gar nicht zusammen. 2,5 Jahre! Davon aber acht sehr intensive gemeinsame Monate auf Reisen.“ hielt ich dagegen.

Abends erkläre ich meinem japanischen Freund Daisuke das Dilemma. Seine Reaktion:

„Na, warum heiraten wir dann nicht einfach! Wir wollen doch eh in Zukunft zusammenbleiben.“

Während wir beim Abendessen an unserem kleinen Tisch knieten und uns den Reis hineinschaufelten, besprachen wir die Details zum großen Schritt im Leben.

Immerhin knieten wir voreinander.

Romantischer wird es leider nicht.

Die Hochzeitsvorbereitungen

Japanische Hochzeit - Keine Hochzeitsplanung, stattdessen... Bild: Kalender mit Kugelschreiber

In unserem Fall waren es weniger Hochzeitsvorbereitungen, sondern vielmehr Zusammentragen der Unterlagen für die Heirat.

Folgendes war zu erledigen:

1. Meinen Eltern Bescheid geben

„Mein Visum für Japan läuft Ende April aus. Deshalb haben Daisuke und ich beschlossen, zu heiraten.“

Meine Eltern freuten sich, aber sicher waren sie auch etwas enttäuscht, dass wir zum Heiraten nicht nach Deutschland kamen. Eine Reise nach Japan kam für meine Eltern nicht in Frage, das wusste ich. Und wir waren viel zu beschäftigt, um mal eben zum Heiraten nach Deutschland zu fliegen.

„Es wird keine Hochzeitsfeier geben. Seid nicht traurig. Wenn wir nach Deutschland kommen, werden wir das nachholen und richtig feiern!“

Damit konnten sie leben.

2. Seinen Eltern Bescheid sagen

Daisukes Eltern war die Aufregung deutlich anzusehen. Endlich kam der älteste Sohn „unter die Haube“. Das ist in Japan nicht immer so einfach.

Denn der älteste Sohn ist der, den keine Frau so richtig haben will.

Hört sich grausam an, ich weiß. Ist aber nicht ganz so schlimm.

Der älteste Sohn zieht in der Regel mit seiner Frau zu den Eltern. Die Frau kümmert sich dann um die Schwiegereltern und lebt dort wie eine Tochter. Das ist nicht immer einfach, daher überlegt sich die Japanerin gut, ob sie den ältesten Sohn heiraten möchte.

Das ist zumindest traditionell noch so und in Fukushima hat sich die Tradition weitgehend gehalten. In den Großstädten sieht es mittlerweile anders aus.

In unserem Fall zogen wir aber nicht zu den Schwiegereltern.

Wir lebten in einer eigenen Wohnung direkt auf dem Hof der Schwiegereltern. Das war fast wie zusammenleben! Im Notfall konnten wir jederzeit rüberkommen.

Von unserem Wohnzimmer aus konnten wir in deren Küche schauen. Wir sahen, wenn jemand zur Toilette ging und ob jemand in der Badewanne saß – also durch das Milchglas konnten wir zumindest erkennen, ob das Licht brannte.

Wir schätzen die Nähe, aber gleichzeitig auch unseren Freiraum und unsere eigenen Wohnung.

Meine Schwiegermutter kramte bereits den Hochzeits-Kimono heraus, als wir ihr mitteilten „Eine Hochzeitsfeier wird es aber vorerst nicht geben. Meine Eltern werden so kurzfristig nicht nach Japan kommen können und auch meine Freunde werden nicht dabei sein können! Deshalb haben wir uns dagegen entschieden.“

Das war eine Notlüge.

In Sachen Hochzeitsfeier waren Daisuke und ich uns einig: Japanische Hochzeiten sind schrecklich. Ich gehöre auch nicht zu den Frauen, die ihr Leben lang von einer Hochzeit in Weiß geträumt haben.

Zwei Stunden volles Programm, in dem jeder Pups von einem Moderator oder einer Moderatorin auf der Hochzeit angekündigt wird. Das ist nichts für uns.

Unsere Entscheidung wurde akzeptiert.

3. Die Unterlagen für’s Standesamt in Japan

Den Heiratsantrag gab es dann doch noch – beim Rathaus überreichte man mir ein japanisches Formular: das Konnin Todoke. Das Registrierungsformular für die Ehe. 

Dieses musste nur ausgefüllt und unterschrieben zum Tag der Tage mitgebracht werden.

Zwei Trauzeugen mussten ebenfalls unterschreiben. Die mussten am Tag der Antragsabgabe aber nicht zwingend anwesend sein.

Außerdem wurde ein Ehefähigkeitszeugnis aus Deutschland benötigt.

Das japanische Einwohnerregister • 住民票 • Juminhyou von meinem Mann und mir.

Daisukes Familienregisters • 戸籍謄本 • Koseki-Tohon.

Unsere Pässe und jeweils eine Kopie davon und meine Aliencard sollten wir nicht vergessen. Die Aliencard bekommt jede Ausländerin und jeder Ausländer in Japan. Alle, die eine Wohnanschrift im Land haben. 

Heute hat sich da vielleicht was verändert. Wenn du aktuelle Tipps zum Thema Heiraten in Japan benötigst, dann schau mal bei Wanderweib, die hat das sehr ausführlich beschrieben. Oder einfach beim zuständigen Amt nochmal nachfragen. Damals gab es in jeder Präfektur andere Anforderungen.

4. Das Ehefähigkeitszeugnis beantragen

Dazu musste mein Vater zum Standesamt meines Wohnortes in Deutschland.

Ich war während der gesamten Zeit, in der ich in Japan lebte, mit meinem Erst-Wohnsitz / Hauptwohnsitz in meiner Heimatstadt in Deutschland gemeldet geblieben. So kam ich damals in den Genuss der Auslandsreisekrankenversicherung.

2005 war das noch möglich. Wie das heute aussieht, weiß ich gar nicht.

Das Ehefähigkeitszeugnis, ein komischer Name. Dabei geht es weniger darum, ob ich zu einer Ehe fähig bin. Das musste sich noch herausstellen.

Es wurde lediglich damit bestätigt, dass ich

1. nicht schon verheiratet war

2. keinen nahen Verwandten heiratete (das konnten Daisuke und ich ausschließen, aber wir brauchten das schriftlich).

Um diese simple Bestätigung zu bekommen, musste ich folgende Unterlagen nach Deutschland schicken:

  • Daisukes Familienregister / 戸籍謄本 • Koseki Tohon – übersetzt, beglaubigt und mit Apostille versehen
  • Daisuke Wohnsitzbescheinigung / 住民票 • Juuminhyou – übersetzt und ebenfalls beglaubigt
  • Eine Kopie des Reisepasses von Daisuke – beglaubigt
  • Eine Kopie meines Reisepasses – beglaubigt

Die Übersetzungen bekam ich vom deutschen Honorar Konsulat in Sendai.

Die Beglaubigungen erledigte die Deutsche Botschaft in Tokyo .

Und das beglaubigte Familienregister wurde vom japanischen Außenministerium, vom Minister for Foreign Affairs, mit einer Apostille versehen. Damit wurde die Urkunde rechtskräftig.

Das deutsche Standesamt

Japanische Hochzeit - Keine Aufregung, stattdessen... Bild: Frau mit betenden Händen über einem Buch

Am 8. April hatte ich alles zusammen und schickte den ganzen Papierkram mit einer Vollmacht und 55 € für das Ehefähigkeitszeugnis an meinen Vater nach Deutschland.

Jetzt wurde es langsam knapp. Mein Visum ging bis zum 27. April. Und die deutschen Behörden sind ja nicht unbedingt für ihre Schnelligkeit bekannt.

Mein Vater musste zusätzlich noch eine deutsche Aufenthaltsbescheinigung besorgen, damit das Standesamt in meiner Heimatstadt sich zuständig fühlte und mit der Arbeit begann.

Dort lief alles reibungslos. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, alle Mitarbeiter dort kümmerten sich ausschließlich um meine außergewöhnliche Verbindung.

Die waren alle total aufgeregt wegen meiner Eheschließung in Japan. Eigentlich ganz süß.

Von meine eigene Aufregung war noch nichts zu spüren. So recht glauben konnte ich nicht, dass das zeitlich noch klappen würde.

Deshalb schaute ich nebenbei schon mal nach Flügen nach Süd-Korea. Im Notfall musste ich kurz das Land verlassen und dann mit dem Touristenvisum wieder einreisen, um heiraten zu können.

In manchen Stunden beschlich mich das Gefühl: Das wird alles nix. Vielleicht dürfen wir am Ende gar nicht heiraten.

Wir heirateten ja schließlich ganz offensichtlich wegen des Visums.

Zusammen waren wir nur, weil wir uns liebten.

Fast täglich telefonierte ich mit dem Standesamt in der Heimat.

Ich war die erste im Ort, die einen Japaner heiratete und da wollten sie alles richtig machen.

Aber mehr noch hatte ich das Gefühl, eine willkommen Abwechslung zum täglichen Beamten-Leben zu bieten.

Während unserer vielen Telefonate waren die Mitarbeiter vom Standesamt sehr neugierig und wollten wissen, wie ich meinen Mann kennengelernt hatte, wo ich lebte und wie es mir so in Japan erging. Sie stellten viele allgemeine Fragen zur japanischen Esskultur, zum Leben und Arbeiten in Japan.

Hätte ich damals bloß schon einen ordentlichen Blog gehabt, dann hätte ich denen die Links schicken können.

Am 18. April erhielt mein Vater endlich das Ehefähigkeitszeugnis, unterschrieben von meinem Lieblings-Mitarbeiter. Das ging noch am selben Tag per Express nach Japan.

Die Sache mit der Post

Japanische Hochzeit - Kein Express, stattdessen... Bild: Briefumschlag mit Füllfederhalter

Dass kurz vor dem Ziel doch noch was schief laufen würde, wer hätte damit rechnen können.

Gerne hätte ich an dieser Stelle die Schuld auf die deutsche Post geschoben. So abwegig wäre das ja nicht.

Aber es war anders:
Mein Vater hat in der ganzen Aufregung unsere Adresse in Japan als Absender auf den Brief geschrieben. Seine eigene Adresse hat er als Adressat verwendet. Er hat das auf die Schnelle einfach von meinem Brief an ihn kopiert.

So erhielt er seinen Express-Brief 3 Tage später zurück. Ganz schön lang für Express, wenn man bedenkt, dass der Brief aus Wiedenbrück nach Wiedenbrück ging – wahrscheinlich hatten die den doch kurz nach Japan geschickt, damit alles seine deutsche Richtigkeit hatte und der passende Stempel drauf war.

Ich habe das nicht geprüft. War aber auch egal. Ich hatte in dieser Zeit ganz andere Sorgen.

Also nochmal am 21. April verschickt. Diesesmal passte das mir den Adressen.

Pünktlich zum Wochenende am 23. April – Express, geht also doch!!! – hatte ich endlich die Bestätigung: ICH WAR EHEFÄHIG!!!

Und ab jetzt war alles ganz einfach: Ich konnte das Zeugnis selbst übersetzen und am Sonntag ging es dann mit Daisuke zum Hochzeits-Notfallschalter!

Ich sagte ja bereits, wie Personalausweis beantragen…

Wir heiraten – endlich!

Japanische Hochzeit - Kein Hochzeitskleid, stattdessen... Bild: Jeanshose

Kein schickes Kleid, kein stundenlanges Rumsitzen beim Friseur und kein ewiges Schminken. Wir trugen casual: Jeanshosen. Ich mag das und erzähle immer wieder gerne:
Wir haben in Jeans geheiratet!

Jetzt war ich doch ein wenig aufgeregt. Konnte man da wirklich einfach so Sonntags mittags hin, um zu heiraten? Ohne Anmeldung? Hatten die überhaupt auf?

Die Tür zum Haupteingang war jedenfalls zu. Wir entdeckten ein Hinweisschild für Anliegen am Sonntag.

Wir klopften an ein kleines Fenster und durch die Scheibe sah ich einen alten Mann auf dem Tatami-Boden sitzen. Er schaute vom Fernseher auf, kam langsam in gebückter Haltung in unsere Richtung und öffnete das kleine Fenster.

„Wir wollen unseren Heiratsantrag abgeben!“

„Pässe und Antrag bitte!“

Ich reichte meinen deutschen Pass durch’s Fenster und da erst sah er auf.

Er nahm unseren Stapel an Unterlagen, sah alles durch, stempelte mal hier, mal da und tat, als würde hier täglich ’ne Deutsche vorbeikommen, um einen Japaner zu heiraten.

„Ihr wollt morgen heiraten? Am 25.4.2005?“

„Äh, nein. Eigentlich heute. Morgen müssen wir arbeiten.“

„Ihr habt aber den 25.4. eingetragen. Das ist ok. Ihr könnt jedes Datum ab heute frei wählen. Nehmt doch den Tag, an dem ihr euch kennengelernt habt. Das machen viele so! Ihr braucht auch nicht extra wieder vorbei kommen. Oder ihr nehmt das Datum, an dem ihr eure Hochzeitsfeier habt!“

Kennengelernt haben wir uns im November, das wäre schlecht wegen des Visums. Hochzeitsfeier haben wir nicht.

Wir wollten heute, hier und jetzt heiraten!

Also mussten wir unseren Antrag nochmal korrigieren. Und die Korrektur mit einer „Unterschrift“ bestätigen.

Es gab ein paar letzte Stempel, dann erhielten wir unsere Heiratsurkunde und ein lächelndes „Omedetou gozaimasu!“ Herzlichen Glückwunsch!

Und das Fensterchen war wieder zu.

Kein „Willst du…?“

Kein „Ja, ich will.“

Kein Ringe tauschen.

Kein „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“

Stattdessen lief der Fernseher im Hintergrund.

Die Kirschblüten-Prognose war gerade zu ende und pünktlich zu beginnender Sendung saß der alte Mann wieder vor den Fernseher.

Japanische Hochzeit - japanischer Heiratsantrag mit Korrektur

Wir haben im japanischen Jahr Heisei 17 geheiratet.

Der weitere Hochzeitstag

Für uns ging es erstmal zum Mittagessen.

Zur Feier des Tages gab es Udon in unserem Lieblingsrestaurant. Es gab ein spezielles Sakura Menü, mit Tempura und Sakura-Salz. 

Deshalb muss ich, immer wenn ich Udon esse, an unseren Hochzeitstag denken.

Anschießend ging es zu meine Schwiegereltern. Die hatten unseren Heiratsantrag als Trauzeugen unterschrieben. Wir stießen mit Sake an.

Dann telefonierte ich mit meinen Eltern, zum ersten Mal als verheiratet Frau …

… als Frau Langkamp.

Warum ich meinen Namen nicht geändert habe? Das ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Dieses Geheimnis lüfte ich ein anderes Mal.

Ein paar Tage später hielten wir dann unser eigenes Familienregister in Händen.

Und das ganze Spiel ging wieder von vorne los: Übersetzung, Beglaubigung und Apostille. Damit konnten wir dann unsere Ehe auch in Deutschland eintragen lassen.

Das hat soweit alles geklappt. Irgendwie. So ganz kann ich es noch nicht glauben. Aber bisher hat man hier in Deutschland noch keine Probleme gemacht.

Obwohl das Bürgeramt hier in Berlin erstmal schön unsere teuer bezahlte Übersetzung vom Familienregister verschlampt hat. Plötzlich war das Blatt weg. Es ist bis heute nicht aufgetaucht.

Auch behaupten einige, man könne in Japan keine unterschiedliche Nachnamen haben. Das sei unmöglich und nicht rechtskräftig. Also wir hatten bisher noch keine Problem in Japan.

Sollte man jemals feststellen, dass wir gar nicht richtig verheiratet sind, dann überlegen wir, einfach nochmal neu zu heiraten: Mit Antrag, Hochzeitskleid, Ja-ich-will-Sagen, Ringe-tauschen,  Hochzeitskuss, Hochzeitsparty und ganz wichtig – ordentlichen Hochzeitsfotos!!!

An Fotos haben wir nämlich überhaupt nicht gedacht in der ganzen Aufregung.

Es gibt generell von uns nur sehr wenige Fotos. Das ist der Nachteil, wenn man einen Fotografen heiratet.

Das Hochzeitspaar im Titelbild sind nicht wir. Ein Hochzeitskleid oder Hochzeits-Kimono habe ich bis heute nicht getragen.

Und wie hast du geheiratet? Erzähle mir deine Geschichte.

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8 Kommentare

  1. Ich finde das sehr sympathisch so – wir haben nämlich auch aus Gründen geheiratet (zusammen sind wir weil wir uns lieben), mit Jeans, ohne Trauzeugen, mit zwei verschiedenen Familiennamen. Aber in Deutschland, der Standesbeamte war sichtlich überfordert damit, das war wohl sehr exotisch… 😉

    Schön, dass das in Japan ähnlich geht, auch wenn ich mehr Bürokratie und mehr beglaubigte Übersetzungen und mehr Zeit dafür erwartet hätte.

    Danke für diese Einblicke. Für mich normal, aber ich wollte auch nie einen schönsten Tag im Leben als weiß gekleidete Prinzessin für einen Tag oder einen ähnlichen Mädchentraum… 🙂

    • Liebe Barbara,
      Das das auch in Deutschland exotisch ist, mit unterschiedlichen Namen, hätte ich nicht gedacht.

      Auf unser Jeanshosen-Hochzeiten!

      Liebe Grüße
      Daniela

  2. Liebe Daniela,

    vielen Dank für diesen sehr unterhaltsamen Artikel & die Verlinkung. 😉

    Das mit dem unterschiedlichen Ehenamen gilt nur als Ausnahme für Ausländer. Japanerinnen müssen, wenn sie heiraten, den Namen des jap Ehemanns annehmen. Deswegen gibt es immer mal wieder Aufstände. 😉

    Viele Grüße aus Tokio
    Tessa

  3. Hallo Daniela,

    danke für diese Beschreibung.
    Ich habe vor im Herbst auch in Japan zu heiraten allerdings werden wir danach in Deutschland leben.

    Nun fragen wir uns was wir eventuell bezüglich eines Ehevertrags beachten müssen. Hast du damit zufällig auch Erfahrung?

    Liebe Grüße,
    ara

    • Liebe Ara,

      herzlichen Glückwunsch. Es wird eine Ehe mit zwei Staatsangehörigkeiten?
      Über einem Ehevertrag weiß ich leider gar nichts. Da müsste ich selbst in Deutschland passen. Wir achten immer schön darauf, dass wir möglichst gleich viel besitzen. Aber diese Antwort hilft dir jetzt sicher nicht viel weiter, oder?

      Dazu würde ich am Besten mal einem Anwalt fragen, der sich mit internationalen Eheschließungen auskennt.

      Liebe Grüße und eine wundervolle Hochzeit im Herbst wünsche ich euch

      Daniela

  4. Hallo nochmal Daniela,

    danke für die schnelle Antwort und die Glückwünsche.
    Ja 2 Staatsangehörigkeiten. Mein Zukünftiger ist Japaner, zufällig auch aus Fukushimaken 😉
    Die Hochzeit wird ungefähr so casual wie bei Dir und dann gib’t eine mini Flitterwoche in Hokkaido.
    Dann heißt es wieder Trennung und warten auf das Ehegattenvisum.

    Liebe Grüße und danke nochmal für deine Mühe mit diesem Blog. Hab mich ein bisschen durchgeklickt und viel geschmunzelt.

    Ara

  5. Ein Beitrag zum mit sich freuen und schmunzeln. Eure Geschichte ist wirklich schön, gerade weil ihr alles ganz anders gemacht habt. Dein Schreibstil rundet das ganze noch ab und fertig ist eine wunderbare Geschichte zweier Menschen, die sich lieben. Denn DAS ist doch das wichtigste oder?

    Außerdem fand ich das Wort aliencard so hart. 😀

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