Anders reisen: meine Japanreise Erfahrungen

Bild: Vorderrad vom Fahrrad auf Schotterpiste. Anders Reien: Meine Japanerlebnisse. Japan erleben auf ungewöhnlichen Wegen - Überblick zur Artikelserie OKINAWA | Nipponinsider

Nipponinsider ist KEIN Reiseblog!

Während der 6 Jahre, die ich in Japan gelebt habe, bin ich zwar viel rumgekommen, aber wenn mich jemand nach Reisetipps für Japan fragt, dann muss ich passen.

Warum?

Meine Reisen waren immer etwas sonderbar. Ich mag es, an Orte zu kommen, die nicht im Reiseführer stehen. Gerne erkunde ich ein Land auf meine Weise, statt Sehenswürdigkeiten in einem Reiseführer abzuklappern. Von sogenannten „Geheimtipps“ in Reiseführern will ich gar nicht sprechen. Denn sobald es irgendwo geschrieben steht, ist es doch kein Geheimnis mehr, oder?

Ich mag es, langsam zu reisen!

So kam es, dass ich mit meinem Mann Daisuke zwar auch die Schönheiten Kyotos erkundete, allerdings sind wir mit dem Fahrrad hingefahren.

Denn für mich ist der Weg das Ziel!

Anders Reisen: Meine Japan Erlebnisse. Mit den Fahrrädern an der Küste Niigatas. Zeltausrüstung am Strand | Nipponinsider

©2004 by Nipponinsider | Mit den Fahrrädern an der Küste von Niigata beim Zeltaufbau

Von Fukushima bis Kyoto sind das 660 km.

Da das in unseren 8 Tagen Urlaub aber unmöglich zu schaffen war, hatten wir uns eine Strecke von rund 230 km gewählt: Von Niigata nach Toyama, immer an der Küste entlang.

Den Rest mit dem Zug fahren, das war unser Plan. Denn die Bergwelt wollten wir uns mit dem Rad nicht antun. Leider kam es doch anders.

Gerade die letzte Etappe vor Toyama führte uns direkt hinauf in die Berge, dazu viele enge Tunnel, die hauptsächlich von stinkenden LKWs befahren wurden. Und kein Bahnhof in Sicht. Eine echte Höllenfahrt und eine irre Geschichte, die ich gerne erzähle, aber nicht weiterempfehlen möchte.

Reiseziele empfehle ich generell nicht gerne. Jeder sollte seine ganz eigenen Erfahrungen beim Reisen machen. Meine Reise kann nicht deine Reise werden.

Warum ich trotzdem darüber schreiben möchte?

Ich möchte dich inspirieren, dich unterhalten und dir die Angst nehmen, einfach mal vom bekannten Pfad abzuweichen.

Gerade habe ich meine alten Artikel zu meiner Reise mit dem Fahrrad auf Okinawa gelesen. Mein uraltes Blog mit meinen Tagebucheinträgen ist schon lange nicht mehr online.

Ich hatte vieles fast vergessen, aber es war wirklich eine der besten Reisen meines Lebens (neben der Reise, auf der ich Daisuke kennengelernt habe.)
Viele alte Tagebucheinträge endeten mit dem Schlusssatz „Ich könnte vor Glück heulen!“

Beim Lesen kamen so viele Erinnerungen zurück, dass ich selbst das ein oder andere Mal Tränen in den Augen hatte. Es war eine perfekte Reise mit so vielen glücklichen Zufällen, unglaublichen Begegnungen und tollen Geschichten.

Entdecke das Land auf deine Weise

Reisen bedeutet für mich immer, ein Stück weit ins Land einzutauchen. Das möchte ich dir so gerne ans Herz legen. Deshalb muss ich dir einfach von dieser Reise erzählen.

Ich möchte dich auffordern: Lass dich ein auf etwas Neues, Unbekanntes, das vielleicht nicht in den Reiseführern steht. Weiche von den Routen ab. Denn das ist meine beste Empfehlung für dich.

Du musst ja nicht gleich mit dem Fahrrad durch Japan radeln.

Manchmal reicht es einfach schon, den Reiseführer mal im Hotel und das Handy in der Tasche zu lassen. Mal nicht nach dem besten Restaurant, dem schönsten Hotel oder dem sehenswertesten Tempel zu suchen, sondern einfach loszulaufen und selbst zu entdecken, das wird deine Reise einzigartig machen.

Lass dich treiben, folge deinem Instinkt und hör auf dein Gefühl. Am Ende wirst du Geschichten erzählen können, die du selbst kaum glauben magst.

Erfahrungen meiner Reise auf Okinawa mit dem Fahrrad

Einen Monat in einen einzigen Artikel unterzubringen, das wird mir nicht gelingen.

Jeder Tag war ein Highlight. Und da die Texte dazu bereits geschrieben sind, werde ich in den nächsten Wochen immer wieder einen Teil des alten Reisetagebuches hier veröffentlichen. Ob ich die alte Tagebuch-Form übernehme, werde ich mir aber noch überlegen müssen.


Hier schon mal ein kurzer Überblick, was dich in den nächsten Wochen erwarten wird:

  1. Die Vorbereitung zur Reise oder Warum mich alle für Verrückt erklärten!
  2. Langsam Reisen: 15 Stunden Zugfahren ohne Langeweile
  3. Langsam Reisen: In 30 Stunden übers Meer  ans Ziel
  4. Ein Überblick über tropische Inselwelt: Wissenswertes Über Okinawa
  5. Ankunft im Ghetto in Naha (Okinawa Honto): Nahas Sehenswürdigkeiten
  6. Auf der Suche: Ein Fahrrad muss her!
  7. Die Insel Aka-Jima: Meine erste Nacht allein im Zelt.
    (Achtung bei der Inselwahl: Wenn die Insel zu klein zum Radfahren ist)
  8. Die Insel Zamami: Tolle Begegnungen
  9. Okinawa Honto: Meine erste Nacht ohne Zelt.
  10. Chatan / Ujibaru: Meine Planänderung, weil ein Taifun kommt.
  11. Ujibaru: Gelassen werden und eine Party feiern
  12. Yomitan & Inbu Beach: Meine Ankunft wird gefeiert.
  13. Motobu: Fahren – Duschen – Müde – Schlafen
  14. Hentona: Gruselgeschichten und Schicksalsentscheidungen.
  15. Ie-jima: Angekommen am richtigen Ort.
  16. Ie-jima: Die besondere Begegnung mit Hiroko Kimura
  17. Ie-jima: Abschied von Fahrrad und Freunden
  18. Chatan / Ujibaru: Eisa-Festival – Es wird noch mal richtig gefeiert!
  19. Okinawa – Die schönste Reise meines Lebens
Okinawa View. Regenbogen über der Küste | PeteLeongPhotography, fotoshisa

©Pete Leong Photography | www.fotoshisa.com – OKINAWA

Die Sache mit den Fotos

Die tolle Aufnahme hier stammt von einem australischen Freund aus unserer Zeit in Fukushima, der nun seit einigen Jahren auf Okinawa lebt und dort als professioneller Fotograf, Foto-Coach, Blogger und YouTuber arbeitet. Sein Portfolio findest du unter www.fotoshisa.com und seinen englischen Blog auf PeteLeong.com.

Pete hat mir eine ganze Reihe wunderschöner Fotos zur Verfügung gestellt, die ich in meinen Artikel verwenden darf, denn selbst habe ich nur sehr wenig fotografiert – wie immer.

Auslöser dieser Artikelserie und der Grund für das Herauskramen alter Erinnerungen ist ein Interview von mir auf dem Blog Mango Verde.

In der Reihe „Als Frau allein in…“ geht es um alleinreisende Frauen in unterschiedlichsten Ländern der Welt. Tolle Beiträge sind da bereits zu lesen.
Hier geht es zum Beitrag Als Frau allein in Japan.

Anders Reisen Artikelserie Teil 1. Ideen und Reisevorbereitungen OKINAWA. Notizbuch, Stift und Handy auf Tatami | Nipponinsider

HIER WEITERLESEN

Und wie reist du am liebsten? 

9 Kommentare

  1. Pingback: Als Frau allein in Japan

  2. Erst das Meer, dann das Fahrrad. Mein bisheriges Bild von Japan: Schnellgeschwindigkeitszüge…Ich freue mich auf deine Reiseberichte, weil wir früher gerne Fahrrad gefahren sind, zum Beispiel in Wales. Viele Berge, viele Schafe, viele Burgen. Bin gepannt auf deine Erfahrungen mit Bergen und Tempeln! Gibt es in Japan Fahrradwege?

    • In Japan ist das Fahrradfahren kein Volkssport, wahrscheinlich wegen der vielen Berge. Aber es gibt tolle Radwanderwege. Übrigens fährt man nicht wie bei uns auf der Straße, sondern in der Stadt immer auf dem Bürgersteig. Leider gibt es wenig Radwege in den Städten und durch Tokyo mit dem Fahrrad fand ich sehr unangenehm. Kyoto ist da ganz anders: eine richtig kleine Fahrradoase 😉 Optimal um die vielen Tempel zu besuchen.
      Ich gebe mir große Mühe eine Regelmäßigkeit in die Veröffentlichung der Reiseberichte zu bringen. Dienstag & Freitag. Bin gespannt, ob dir die Reiseberichte gefallen. Viele suchen ja eher nach Informationen und weniger nach Reisegeschichten anderer.

  3. Liebe Daniela,

    Wahnsinn, einfach toll! Großes Kompliment und Danke auch an Dich!

    Du bist herzlich eingeladen, mal mit Deinem Mann nach Bad Nauheim zu kommen, dann stelle ich Dir den Christian (der Typ, der beruflich ein paar Jahre in Japan verbringen durfte/musste) live und in Farbe vor und auch die Pionierin des *Waldbadens* (Shinrin-yoku) in Deutschland.

    Bis dahin, eine entspannte und kreative Zeit!

    Liebe Grüße aus Bad Nauheim nach Berlin

    Siggi

  4. Hallo Daniela,

    ich bin zufällig über deinen Blog gestolpert und wollte mal einen Kommentar hier lassen. Ich habe bisher ein wenig quer gelesen und deine Artikel gefallen mir sehr gut! Letztes Jahr wurde mein Interesse für Japan geweckt und ich freue mich schon darauf, mehr über deine Reise durch Okinawa zu lesen und noch soooo viel über dieses spannende Land zu lernen.
    DANKE für deinen Blog! Du hast einen tollen Schreibstil und ab jetzt wieder eine Leserin mehr 😉

    Viele Grüße,
    Heike

    • Hallo liebe Heike,

      ein tolles Kompliment, ganz lieben Dank. Auch dafür, dass du dir die Zeit nimmst, meine oft etwas langen Texte zu lesen.
      Die Okinawa Artikelreihe ist noch lange nicht zu Ende. Ich bin gerade mal bei der Hälfte. Und es macht irre Spaß, sich wieder in die alten Zeiten zurückzuversetzen.

      Liebe Grüße aus Berlin
      Daniela

  5. Liebe Daniela- ich finde, normal reisen kann jeder und es ist ein Geschenk, dass du hier keinen Reiseblog machst! Dass ihr mit dem Fahrrad unterwegs wart, kann ich gut nachvollziehen. Das habe ich in Thailand auch gemacht- und wurde dabei zur Attraktion für die Einheimischen, weil ich eben auch nicht auf ausgerampelten Touri- Pfaden geradelt bin 😉
    Man ist schneller, als zu Fuß und sehr flexibel. Reisen zu Fahrrad ist einfach wundervoll 🙂

    • Thailand mit dem Fahrrad hört sich spannend an – und heiß. Mit dem Rucksack auf dem Gepäckträger?
      Kann mir gut vorstellen, dass du da zur Attraktion wurdest. Warst du alleine unterwegs?

      Einen ganz lieben Gruß
      Daniela

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