13 Dinge, die ich in Japan tun möchte | Meine Japan Bucket Liste

Vielleicht hast du den Begriff Bucketliste (oder Bucket List auf Englisch) schon mal gehört?

Was das ist?

Auf Deutsch auch gerne als Löffelliste bezeichnet, werden Dinge benannt, die man gerne tun möchte, bevor man „den Löffel abgibt“.

Dinge, die man noch nie gemacht hat, aber in seinem weiteren Leben gerne noch tun möchte.

The Bucket List bezieht sich auf die umgangssprachliche Redewendung „to kick the bucket“, ein Ausdruck, der verwendet wird, wenn jemand stirbt.

Ich führe auch eine solche Liste und da tauchen explizit für Japan einige Dinge auf, die ich dir hier einmal vorstellen möchte.

Warum eine Bucket List?

Mich einmal hinzusetzen, nachzudenken und meine Wünsche fürs Leben schriftlich festzuhalten, das hilft mir, Ziele anzugehen, Entscheidungen zu treffen und mich in meinem Leben zu orientieren.

Wenn ich vor der Liste sitze, dann muss ich mir erst mal meiner Wünsche klar werden.

Das ist nicht immer einfach, denn manchmal erkenne ich plötzlich, dass ich jahrelang in eine völlig falsche Richtung gegangen bin.

Den Kurs zu ändern bedeutet nicht selten, sein ganzes Leben zu hinterfragen und auf den Kopf zu stellen.

In meiner Bucketlist gibt es sowohl kleine Dinge, als auch große Lebensträume, die ich angehen möchte, bevor ich sterbe.

Deshalb ist so eine Liste eigentlich nichts weiter als ein Motivator für ein erfülltes Leben.

Die Liste schreit förmlich:

LEBE!
MACH DEIN DING!
WARTE NICHT ZU LANG!!!

Es ist eine Liste mit meinem persönlichen WARUM? Warum bin ich hier auf der Welt? Was ist mein persönliches WARUM? Was macht mich glücklich?

Ich liebe es, Dinge abzuhaken. Nur deshalb führe ich jeden Tag eine To-do-Liste mit einfachen Aufgaben und Dingen, die ich abstreiche und wieder was geschafft habe.

Meine Bucketliste für Japan oder 13 Dinge, die ich in Japan tun möchte, bevor es zu spät ist:

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O ➥1 Nach Japan mit dem Zug

Früher hatte ich den großen Traum, um die Welt zu reisen, ohne ein Flugzeug zu benutzen.

Mir Zeit zu nehmen und durch die Zeitzonen zu fahren gehört nach wie vor zu meinen liebsten Reisen.

Nach Japan mit dem Zug – mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Sibirien bis nach Wladiwostok und dann mit dem Schiff rüber nach Hokkaido.

Davor träume ich schon lange.

Ist nicht unmöglich und nicht unbedingt billiger, als zu fliegen, so viel ist klar.

Ich bin bereits mit dem Zug von Berlin in die Mongolei gefahren – mit der transmongolischen Eisenbahn – und dann weiter nach China. Es war großartig!

Ich weiß also, was da auf mich zukommt und wie es geht (Visa beschaffen und Zugticket vor Ort kaufen, wo es um einiges günstiger ist).

Den Rückweg möchte ich dann natürlich auch Überland antreten.

Vielleicht mit einer Fähre zunächst nach Taiwan und dann weiter nach China.

Von China aus gibt es wieder Züge in die Mongolei und dann weiter nach Moskau und Berlin Ostbahnhof! Wie damals!!!

Tatsächlich könnte ich von Berlin mit dem Zug bis nach Portugal weiterfahren und müsste dazu nur noch ein einziges Mal in Paris umsteigen.

Könnte man machen, steht aber jetzt nicht auf meinerJapan-Liste.

Alles was ich dazu braucht: ZEIT.

Einfach nur viel Zeit!

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➥2 Hokkaido mit dem Rad

Meine grandiose Radreise in Okinawa möchte ich nur zu gerne auf Hokkaido wiederholen.

Es gibt keine speziellen Orte auf der nördlichen Insel Japans, die ich unbedingt mal besuchen möchte. Ich bin dort schon mit dem Auto gut rumgekommen.

Daher will ich einfach nur radeln und sehen, was es dort zu erleben gibt.

Einen Monat (oder zwei) auf Hokkaido zu radeln, wo es selbst im Sommer angenehme Temperaturen hat, ein langer Traum von mir, der bei der Radreise in der Hitze Okinawas entstanden ist.

Muss super sein, wenn es nicht so heiß ist!

Und landschaftlich ist Hokkaido der Hammer.

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➥3 Pilgerwanderweg auf Shikoku

Shikoku Henro • 四国遍路 oder Shikoku Junrei • 四国巡礼 nennt sich der Pilgerweg der 88 Tempel auf der kleinen Insel Shikoku.

Als großer Fan vom langsamen Reisen hat mich das Laufen mittlerweile ganz besonders gepackt.

Ich liebe die Geschichten von Menschen, die einfach nur Laufen, mit Blasen an den Füßen Länder durchqueren und jeden Tag neue Abenteuer erleben und tollen Menschen begegnen.

Zwei Freunde von mir sind durch Amerika gelaufen. Seit dem hat es mich gepackt und gerade vor ein paar Tagen ist eine andere Freundin aus Berlin nach Spanien* losgelaufen (*mit täglichen Updates von ihrer Reise auf Facebook).

Auch wenn ich mit Religion nicht viel am Hut habe, begeistern mich Pilgerwege.

Irgendwas muss dran sein. Das möchte ich gerne herausfinden.

Am liebsten in Japan.

Auch wenn ich mich vor den Schmerzen an Füßen und in den Beinen etwas fürchte, meine Wanderschuhe sind ja eigentlich schon lange eingelaufen…

Es könnte schon morgen losgehen.

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➥4 Nach Osaka reisen

Jetzt wunderst du dich vielleicht.

Ich habe 6 Jahre in Japan gelebt, aber ich war noch nie in Osaka (na ja, ganz kurz auf dem Bahnhof zählt nicht).

Dabei bin ich mir fast sicher, dass die Stadt ganz hervorragend zu mir passen wird.

Viele Japaner aus Osaka, die mir begegnet sind, waren … speziell … aussergewöhnlich.

Sie bestätigten mir meinen Verdacht: Osaka ist anders als der Rest Japans! Die Mentalität ist hier kreativer, irgendwie sind alle ein wenig individueller, die Mode ist abgefahrener und ausgeflippter und das Essen super.

Deshalb möchte ich endlich mal nach Osaka, um mich selbst davon zu überzeugen.

Touristen-Programm brauche ich hier eigentlich nicht. Ich würde die Stadt einfach mal auf mich zukommen lassen.

Auf meiner persönlichen Liste stehen noch folgende Dinge:

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➥5 Sightseeing in Tokyo

Auch so ein Punkt, den mir viele Japanbesucher bereits voraus haben.

In Tokyo war ich zwar schon oft. Aber ich kenne die Stadt eigentlich nicht sonderlich gut.

Ich habe da

✔ gute Partys gefeiert
✔ auf einem Musik-Festival am Strand getanzt und Döner gegessen
✔ die Nächte durchgetanzt
✔ beim Karaoke bewiesen, dass ich nicht singen kann
✔ meine Haare beim englisch-sprechenden Friseur schneiden lassen
✔ Kirschblüten angesehen
✔ in den Parks der Stadt abgehangen
✔ Tempel und Schreine gesehen
✔ Sushi auf dem Fischmarkt gegessen
✔ viel Geld beim Einkaufen gelassen
✔ viel und lecker gegessen
✔ sämtliche Schreibwarengeschäfte besucht
✔ mich das ein oder andere Mal verlaufen
✔ in Akihabara ordentlich gehandelt bei all dem elektronischen Zeug, dass ich wollte
✔ Museen besichtigt
✔ Odaiba besucht
✔ mich in den Massen auf der Shibuya-Kreuzung verloren
✔ Kunstaustellungen gesehen
✔ vom Metropolitan Building, dem Rathaus in Shinjuku, verzweifelt nach Fuji-San Ausschau gehalten
✔ mir die Eisskulpturen im Winter angesehen
✔ bei einem Sumo-Wettkampf zugesehen

Aber Tokyo Tower und Skytree?

Nie gesehen.

Muss da auch nicht unbedingt rauf, aber wenigstens mal gesehen haben, möchte ich die beiden Wahrzeichen der Stadt schon.

Echtes Sightseeing in Tokyo hab ich noch nie gemacht.

Wird Zeit, oder was meinst du?

Für meine Bucketliste und meinen nächsten Tokyo-Besuch. Vielleicht.

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➥6 Fuji-San besteigen / sehen

Ganz ehrlich, weiß ich gar nicht, ob ich da mal rauf will.

Ich kenne die Geschichten.

Es ist mega anstrengend und saukalt, selbst im Sommer, auch wenn der Ausblick phänomenal ist.

Mir würde es eigentlich schon reichen, wenn ich Japans Wahrzeichen einfach mal nur zu Gesicht bekomme.

Ich habe doch tatsächlich noch nie den Fuji gesehen.

Hat sich irgendwie nie ergeben.

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➥7 Wandern und Snowboarden in den Japanische Alpen

Berge haben eine große Anziehungskraft auf mich – mehr noch als das Meer. Daher möchte ich unbedingt mal in die japanischen Alpen • 日本アルプス.

Den Ontake-San • 御嶽山 würde ich gerne mal besteigen, noch lieber als den Fuji-San..

Also Wandern und Snowboard-Fahren in den japanischen Alpen müssen unbedingt auf meine Liste.

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➥8 Die Sanddünen von Tottori

Neben Bergen mag ich die Wüste.

Als ich zum ersten mal von den Sanddünen von Tottori, im Süden der japanischen Hauptinsel hörte, war klar, dass die auf meine Liste kommen müssen.

Was ich da machen möchte?

Klar!

Mich da runterkullern lassen!


➥9 Punk Rock Konzert in Japan

Wanima, Mongol800, Blue Hearts oder die Ska Punk Band Kemuri würde ich gerne mal auf einem Konzert sehen.

Da die Wahrscheinlichkeit, dass die mal nach Deutschland kommen, sehr gering ist, möchte ich die in Japan gerne live sehen.

Mein Schwager ist ein riesen Kemuri-Fan. Der geht auf jedes Konzert, wenn die wieder auf Tour sind.

Begleitung hätte ich also schon mal. Jetzt muss ich nur noch den Tourkalender checken.

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➥10 Tokyo Marathon laufen

Keine Ahnung, warum das auf meiner ewigen Bucketliste steht.

Ich bin keine Marathonläuferin.

Nach 8 km beim Joggen stellen sich unerträgliche Knieschmerzen ein.

Dass ich also jemals einen Marathon schaffen werde – eine Herausforderung oder ein Traum?

Aber sicher kann man das trainieren und üben, wie eigentlich alles, oder etwa nicht?

Wann bekommt man schon mal die Möglichkeit, auf der Straße durch eine Metropole zu laufen?

Richtig! Beim Marathon.

Daher werde ich weiter daran arbeiten und irgendwann mal durch Tokyo rennen.

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➥11 Baseball Spiel im Stadion besuchen

Ich habe Jahre gebraucht, um die Baseballregeln zu verstehen.

Jetzt will ich aber auch mal ein Spiel live im Stadion besuchen.

Einen Lieblingsverein habe ich aber noch nicht.

Da es nur Spaß macht, wenn man jemanden aus vollem Herzen zujubeln kann, muss ich mir erst noch eine Lieblingsmannschaft anschaffen, bevor ich mir ein Ticket kaufe.

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➥12 In einem buddhistischen Kloster leben

Welches Kloster ist mir da relativ egal.

Ich muss da ein wenig aufs Geld achten und folge gerne Empfehlungen.

Einfach mal eine Weile in das Leben der Mönche eintauchen, mehr über Buddhismus und die Philosophie erfahren und selbst zur Ruhe kommen an einem schönen Ort irgendwo in den Bergen oder in den Wäldern stelle ich mir unglaublich vor.

In China habe ich eine Weile in Shaolin Kung-Fu gelernt und bis heute gehört es zu den besten Erfahrungen, die ich in dem Land gemacht habe.

Ein solches Erlebnis möchte ich in Japan gerne wiederholen.

Vielleicht lässt es sich ja sogar mit der Pilgertour verbinden?

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➥13 Besichtigung einer Sakebrauerei

Hier bevorzuge ich eine Sakebrauerei-Besichtigung in Tohoku, weil mir der einfach am Besten schmeckt.

Dass man am Ende auch probieren darf, davon gehe ich jetzt einfach mal aus.

Diese Liste werde ich von Zeit zu Zeit wohl überarbeiten müssen, denn mir sind beim Schreiben schon wieder viele neue Ideen gekommen.

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Was auf keiner Bucketliste für Japan fehlen sollte

Einige Dinge habe ich dann aber doch schon erledigt in meinen sechs Jahren in Japan.

Hier ein paar Inspirationen für deine Liste, die nicht zwangsläufig an einen bestimmten Ort gebunden sind:

ESSEN
O einen Fischmarkt besuchen
O Sushi essen
O Wagyu essen oder einfach Yakiniku am Tisch selbst grillen
O Ramen schlürfen
O Okinomiyaki probieren

SCHLAFEN
O In einem Mangacafé übernachten
O In einem Kapselhotel schlafen
O Sich in einem japanischen Ryokan verwöhnen lassen
O Ein Onsen-Hotel besuchen
O Auf einem japanischen Futon in einem Tatamizimmer schlafen

ERFAHRUNGEN
O Mit dem Shinkansen fahren
O Ein japanisches Festival besuchen (auch wenn es meistens zu voll ist)
O Ein Getränk (oder gleich eine Mahlzeit) an einem Automaten ziehen
O Alle Knöpfe einer japanischen Toilette ausprobiere
O Karaoke singen gehen
O Ein japanisches Feuerwerk sehen
O Purikura mit Freunden machen (die japanischen Fotoboxen machen alleine keinen Spaß)
O Ein japanisches Gamecenter besuchen
O Einen Kimono tragen
O An einer Teezeremonie teilnehmen

NATUR & KULTUR
O Die Wälder von Japan durchstreifen
O Einen Vulkan besteigen
O Einen Tempel und einen Schrein besuchen
O Ein Foto von einem roten Tori machen
O Durch einen japanischen Park spazieren
O Die Ruhe eines japanischen Gartens auf sich wirken lassen
O Sich ins Großstadtgetümmel stürzen
O Ski- oder Snowboardfahren

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Hast du eine Bucketliste für Japan?

Was möchtest du unbedingt sehen oder erleben? Hinterlasse mir doch gerne einen Kommentar.

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