Warum ich Japan liebe | Gastartikel von Tara

Tara erzählt: Warum ich Japan liebe

Tara von Travel Bugs Journey – zwischen Heimat und Japan – erzählt heute ihre Geschichte.

Ganz hingerissen war ich von ihrem wunderschönen Text.

Jetzt will ich natürlich wissen, wie ihre Geschichte weitergeht. Denn in einigen Wochen wagt sie den Schritt und zieht zu ihrem Freund nach Japan.


…und was das Ganze mit Zeitreisen zu tun hat

Wenn ich darüber nachdenke, wann meine Liebe zu Japan begonnen hat, muss ich eine kleine Zeitreise unternehmen; die Welt um mich herum noch einmal aus Kinderaugen betrachten.

Zurück zu den Tagen, an denen ich kreuz und quer durch die Wälder meiner Heimat lief und mir beim Erklimmen diverser Felsen und Bäume die kleinen Hände aufschürfte. Und alles nur, um vielleicht doch irgendwann einen Blick auf sie zu erhaschen: Kleine, halbdurchsichtige Baumgeister, deren Köpfe ein gespenstisches Rasseln von sich geben, wenn sie sich auf den winzigen Körpern um ihre eigene Achse drehen.

Selbst das Kaminfeuer habe ich teils stundenlang belauscht. Es hätte ja sein können, dass es mir etwas ins Ohr flüstern möchte.

Bereits mit fünf Jahren war die Sache für mich klar: Wenn es diese wundervollen Wesen aus der Welt von Hayao Miyazaki weder in unserem Vorgarten, noch hinter all den alten Ruinen in Mitten der heimatlichen Wälder und Berge gab, musste ich sie eben dort suchen gehen, wo sie entstanden sind.

Und somit hörte ich das erste Mal etwas von diesem magischen Land am anderen Ende der Welt, das so weit entfernt war und dennoch ganz nahe an meinem kindlichen Herzen zu liegen schien: Japan.

Schon als kleines Mädchen entwickelte sich somit aus meiner Leidenschaft für Geschichten und deren Entstehung aus nichts als einem Bogen aus Papier und Tinte der Traum, eines Tages nach Japan zu gehen.

Nicht nur, um mich auf die Suche nach alterslosen Zauberern und Waldgeistern zu begeben oder mit Flussgöttern und sprechenden Fröschen in heißen Quellen zu baden. Ich hoffte, dass mein Idol, Herr Miyazaki, sich für meine eigenen Geschichten interessieren und sie durch seine Feder lebendig machen würde.

Aus diesem Kindheitstraum wurde mit der Zeit Realität. Gut, Miyazaki-San hat niemals eines meiner Werke zu Gesicht bekommen, aber wer weiß schon, wo uns das Leben noch hinführen wird? 😉

Aus dem Traum wird Wirklichkeit

Ich begann bereits in der Schulzeit damit, auf eigene Faust Japanisch zu lernen. Irgendwann fragte meine Mutter das kleine Mädchen von damals: „Kind, was genau begeistert dich so sehr an einem Land, das du noch nie zuvor mit eigenen Augen gesehen hast?“
Meine Antwort darauf: „Japan könnte der Ort sein, an dem ich irgendwann einmal richtig glücklich werden kann.“

Mittlerweile ist die Voraussage meines 10-Jährigen Ich zumindest zum Teil in Erfüllung gegangen.

Die letzten vier Jahre studierte ich neben internationalem Management auch die japanische Sprache, Kultur und Wirtschaft, was mich von 2015 – 2016 für ein Auslandsjahr zum ersten Mal in das Land meiner Kindheitsträume beförderte.

Zwar sind mir in dieser Zeit weder Waldgötter noch wandelnde Schlösser begegnet, dafür habe ich mich unsterblich in jede noch so kleine Eigenheit Japans verliebt: In die totenstillen Bambuswälder; das Rauschen des Meeres, von dem die gesamte Insel umgeben ist; in die abertausenden Zikaden, die im Sommer ihr Klagelied in die Abendluft hinausschreien.

Japan hat unendlich viele, bunte Facetten. Moderne und Tradition reichen sich beinahe an jeder Ecke die Hände, rangeln sogar mancherorts miteinander um die Oberhand und verschmelzen am Ende doch zu einem harmonischen Miteinander.

Nie war ich an einem faszinierenderen Ort. Nirgends hat mein rastloses Herz Ruhe gefunden und gleichzeitig so viele Abenteuer erlebt.

Tara erzählt: Warum ich Japan liebe. Im Schneidersitz mit Blick auf japanische Stadt und Waldgeister neben sich.

Somit hatte ich wohl Recht, als ich meine Mama vor Jahren darüber belehrte, wo auf dieser Welt ich in Zukunft mein Glück finden würde. Um diese Vorhersage auch weiterhin nicht zu enttäuschen, werde ich in wenigen Wochen meine Zelte in Deutschland vorerst abbrechen und auf unbestimmte Zeit nach Japan übersiedeln.

Kann man hier von Liebe auf den ersten Blick sprechen? Ich denke schon.
Und wer weiß, vielleicht finde ich ja doch irgendwann einen kleinen Waldgeist auf meinen Reisen? Ich werde euch darüber Bericht erstatten.

Liebe Grüße
Eure Tara von Travelbugsjourney

Tara stellt sich vor. Artikel zum Thema "Warum ich Japan liebe."


Warum liebt du Japan?

Vielleicht hast du ja Lust bekommen, deine Geschichte hier zu erzählen.

Dann melde dich gerne bei mir. Ich würde mich wahnsinnig freuen.

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