Japanische Fahrzeuge | Gastartikel von Marcus

Ganz besonders freue ich mich heute über diesen Gastartikel von Marcus zum Thema „japanische Fahrzeuge“.

Gina und Marcus schreiben auf ihrem Reiseblog 2onthego.de über die vielen Länder, die sie bereits bereist haben. Japan gehört leider noch nicht dazu, obwohl Marcus seine Liebe zu dem Land vor vielen Jahren auf etwas anderem Wege gefunden hat.

Davon handelt dieser Artikel.

Das Besondere von japanischen Fahrzeugen hat Marcus hier mal sehr schön zusammengefasst. Bei seinem Blick auf die japanische Autoszene werde ich gleich wieder wehmütig.

Viel Spaß beim Lesen.

Meine Leidenschaft für japanische Fahrzeuge

Seit meiner frühen Jugend, nein seit meiner Kindheit interessiere ich mich für alles, was Motoren hat, insbesondere für Autos und Motorräder. Mein erstes Auto war ein VW Derby, der mir allerdings ziemlich schnell unterm H… weggerostet ist.

Da ich zeitgleich japanische Motorräder fuhr und von der Qualität aus Fernost überzeugt war, wurde mein nächster fahrbarer Untersatz ein Nissan Micra von 1987.

Die Ausstattung japanischer Autos

Wow, die Ausstattung konnte sich schon sehen lassen.

Man kann sich über Design streiten, aber Dinge wie rechter Außenspiegel, einen Easy-Entry Sitz und fernentriegelbare Heckklappe oder Tankdeckel suchte man im deutschen Kleinwagensektor zu dieser Zeit vergebens.

Und die Zuverlässigkeit der japanischen Autos war schon damals bekannt.

Kennst du den Begriff Kaizen 改善?

Das ist die ständige Verbesserung von Verfahren oder von Produkten, mit der die Japaner in unterschiedlichen Bereichen wie Elektronik, HiFi, Motorräder oder Automobile weltweit recht erfolgreich geworden sind.

Nach einem Ford und einem BMW kam ich dann wieder zurück zu einem Toyota Carina, einem Mitsubishi Outlander und einem Toyota Corolla.

Die Carina war wirklich ein zuverlässiges Arbeitstier.

Zu dieser Zeit sind wir oft vollgepackt mit Kajaks auf dem Dach und Campingausrüstung nach Frankreich, Korsika oder Slowenien gefahren.

©Marcus Hoffmann | Toyota Carina

Gern erzähle ich über die Langlebigkeit von Ginas Mitsubishi Lancer, der mit seinem spritzigen und sparsamen Benzinmotor über 400.000 km gehalten hat.

©Marcus Hoffmann | Mitsubishi Lancer mit Tachostand von 405.538 km

Derzeit fahren wir den Nachfolger meines ersten Japaners, einen Nissan Micra von 1999. Zwar klein und mit 54 PS nicht der Schnellste, ist er doch bequem und fährt uns auch schon mal weitere Strecken, z.B. in den Urlaub nach Italien.

©Marcus Hoffmann | Nissan Micra

Japanische Autowunder

Aus Japan kommen aber nicht nur langlebige und zuverlässige Brot- und Butter-Autos, sondern auch in diversen Wettbewerbsarten sehr erfolgreiche Fahrzeuge.

Toyotas Landcruiser, seit 1951 gebaut ist ein auf der ganzen Welt sehr beliebter und leistungsfähiger Geländewagen.

Toyota Landcruiser

Im Rallyesport spielen Subarus Impreza und der Mitsubishi Lancer Evo ganz vorne mit.

Subaru Impreza

Sportwagen wie der Honda NSX, Toyota 2000 GT oder der legendäre Mazda 240 Z ergänzen die Liste der bekannten Wagen.

Gar ganz neue Auto-Klassen kommen aus Japan, wie die kleinen Cabrios vom Schlage des Mazda MX-5 oder der erste SUV Toyota RAV4 aus dem Jahr 1994.

Technisch gab es auch immer wieder besondere Highlights, der Hybrid-Wagen Toyota Prius, die Allradlenkung bei Mitsubishi oder Toyotas Brennstoffzelle. Nicht zu vergessen Mazdas RX-Modelle mit Wankelmotor.

Weiter geht es mit den Micro-Cars, auch Kei-Cars genannt. Früher kaum 3 Meter lang, sind sie heute nicht viel länger und trotzdem passt dank ihrer Form jede Menge Ladung hinein.

Das Raumangebot eines Kei-Cars: Daihatsu MOVE

Japans verrückte Autoszene

Gerne würde ich nach Japan reisen, um unter anderem. die dortige Autoszene kennenzulernen. Dort gibt es die meiner Meinung nach verrücktesten Auto-Tuner der Welt.

Spoiler groß wie Bierbänke, tiefergelegte Fahrzeuge, sodass wirklich kein Blatt mehr drunter passt oder Breitreifen die so schräg stehen, dass man meinen könnte, dass die Autos nicht mehr fahren können, all das bietet Japan.

Hier werden dir die Augen ausfallen:

Das meistverkaufteste Automodel

Woher kommt das weltweit meistverkaufte Automodell?

Nicht aus Deutschland, sondern aus Japan.

Es ist der Toyota Corolla.

Bei meiner Recherche werde ich wehmütig. Hätte ich genug Platz, hätte ich sie alle behalten, meine Schätzchen auf zwei oder vier Rädern.

Denn mein Herz schlägt zwar für japanische Fahrzeuge, aber am ehesten für die aus den 80er – und 90er Jahren.


Ein großes Dankeschön für diesen Gastartikel an Marcus vom Reiseblog www.2onthego.de, wo du viele interessante Reiseberichte aus der ganzen Welt finden kannst.

Ich teile Marcus Leidenschaft, seit ich zum ersten Mal einen Mitsubishi Spacewagon gefahren bin (1. Generation, Jahrgang 1993). Großartiges Auto.

Gerne denke ich auch zurück an meinen alten Mazda 323 (in Japan als Mazda Familia bekannt) aus der 2. Generation (Jahrgang 1984). Auch den Suzuki Vitara S finde ich in der neusten Generation klasse. Aber im Herzen bleibt für immer unser kleiner MOVE von Daihatsu.

Stehst du auch so auf Fahrzeuge aus Japan? Warum? Welches ist dein Lieblingsmodell? Hinterlasse mir doch gerne dazu einen Kommentar. Bin wahnsinnig gespannt!

7 Kommentare

  1. Sarah Steffen

    Liebe Daniela

    Ich interessiere mich so gar nicht für Autos, trotzdem fand ich es interessant, zu sehen, wie viele Autos aus Japan kommen. Das war mir natürlich trotz meines mangelnden Auto-Know-Hows schon vorher bewusst, aber ich habe hier so einige Namen gelesen, die ich vorher noch nie gehört habe.

    Mein persönliches Highlight… beim Foto mit ,,Spoileralarm“ glaube ich zu wissen, aus welchem Anime das Design des Autos kommt xD

    Liebe Grüsse
    Sarah

    • Liebe Sarah,

      Das Thema „Japan“ umfasst so viel mehr. Finde es immer wieder interessant zu sehen, wodurch das Interesse an Japan geweckt wird. Welches Anime hast du denn erkannt? Ich kenn mich da so gar nicht aus.

      Liebe Grüße
      Daniela

  2. Sarah Steffen

    Liebe Daniela

    Ja, Japan ist enorm vielfältig, genau das macht es so interessant 🙂

    Ich glaube das Design kommt aus Boku no Hero Academia, da gibt es einen Charakter, dessen Haare mich an das Auto denken lassen… Aber ob es stimmt, weiss ich nicht. Aber vielleicht verwechsle ich es auch mit etwas anderem, irgendwie passt nämlich nicht alles.

    LG Sarah

  3. Ich bin auch mehr aus Vernunft denn Liebe zu meinem Prius III im Jahr 2013 gekommen. Bei 45.000 km im Jahr durch meine Pendelei macht das Wagen halt Sinn. Meiner wurde vorher sogar ein Jahr lang von unserer Olympia-Gold-Schwimmerin Britta Steffen gefahren, was ihm natürlich schon mal Glamour verliehen hat.

    Zusammengefasst kann ich sagen, dass der Prius mit weitem Abstand die besten automobile Entscheidung meines bisherigen Lebens war. Verbrauchswerte zwischen 3,8 bis 4,9 Liter auf 100 km sind ein Traum. Wie in einer guten Beziehung üblich wirken nämlich die guten Eigenschaften des einen auf den anderen Partner. Konkret hat mich mein Prius von der linken Spur und auf ein Fahrtempo zwischen 100-120 km/h gebracht. Entspannt fahren, sparen und dabei – by the way – Mengen an Hörbüchern verschlinken. Audible liebt uns beide bestimmt auch 😅.

    • Der Verbrauch hört sich super an.

      „…Die guten Eigenschaften des einen auf den anderen Partner…“ Schön gesagt. Deshalb verbrauche ich wohl soviel mit unserem ollen Volvo (Entscheidung des Mannes, ich hätte ja einen Japaner gewählt!).
      Liebe Grüße und gute Fahrt
      Daniela

  4. Wir fahren mit unserem Blauen – Toyota Carina – nicht nur ins Blaue sondern gerne auch in Europa kreuz und quer. Warum? Weil dieses inzwischen zwanzigjährige Auto bequem ist, ökonomisch, zuverlässig und sicher. Wer würde auf die Idee kommen, unseren Blauen aufzubrechen, wenn teure SUVs und Limonsinen viel fettere Beute versprechen, als unser bescheidener Begleiter. Mit Verlaub ein Blick: https://wegsite.net/ins-blaue/

    Und danke für diese lesenswerte Hommage
    Gruss Christiane und Aras vom WEG

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