Warum ich Japan liebe | Gastbeitrag von Anika

Auch Anika von Ginkgoleafs habe ich nach ihrer Liebe zu Japan befragt, denn sie lebt nun schon seit 2012 in der Nähe von Tokyo.

Sie erzählt dir ihre Geschichte und was sie in ihrer Zeit in Japan besonders zu schätzen gelernt hat:

„Warum liebst du eigentlich Japan?“

Hm… Ja warum?

Ehrlich gesagt sind es die vielen kleinen Dinge, die Japan so liebenswert für mich machen.

Aber beginnen wir doch mal am Anfang:

Wie alles anfing

Ich war 13, als Sailor Moon zum wiederholten Male im Fernsehen ausgestrahlt wurde und es mich endlich in seinen Bann zog.

Ich war verrückt danach (und bin es noch).

Durch Zufall entdeckte ich auf einer Klassenfahrt die AnimaniA 24 mit Sailor Moon auf dem Cover und damit fing nun wirklich alles an..

2006 ging es für mich zum ersten Mal für drei Wochen nach Japan.

Vorher hatte ich bereits fünf Semester Japanologie studiert und meinen Interessenbereich auf japanische Gärten ausgeweitet.

Für 2011 war der nächste Urlaub geplant, doch aus ihm wurde ein 11 monatiges Praktikum 2012/2013, durch das ich das Land erst richtig lieben lernen konnte. Denn: Erst hier lernte ich Japan richtig kennen.

Was mich bis heute verzückt kann ich eigentlich ganz einfach in eine Liste schreiben:

  • Das Wetter
  • Die Natur
  • Kein Gepöbel
  • Keine Angst

Aber eine Liste ist ja langweilig, nicht wahr?

Also hier die Erklärung warum ich Japan liebe.

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Das Wetter

Ich kam im April nach Japan und sollte eigentlich im November zurück nach Deutschland fliegen. Zum Glück verlängerte ich und flog erst im März.

So bekam ich alle Jahreszeiten mit ihrem Wetter mit.

Der Sommer heiß – perfekt zum Abnehmen! Der Winter zwar kalt, aber sonnig – super für Parkspaziergänge. Der Herbst besticht mit einer unglaublichen Herbstfärbung und der Frühling bringt Pflaumen- und Kirschblüte. Was will man mehr? Ich komme aus Hamburg und dort ist es wirklich häufiger bewölkt oder regnet..

Und selbst wenn es in Japan mal regnet, so sind japanische Gärten dann doch nur umso schöner!

©Anika | Ginkgoleafs | Reikan Ji

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Die Natur

Meine Gastfamilie, bei der ich die ersten zwei Jahre in Japan verbrachte, machte häufig Ausflüge mit mir.

So bekam ich auch ein wenig von der Natur außerhalb Tokyos zu Gesicht.

Die Izu-Halbinsel erinnert mich unglaublich an Südfrankreich. Die Wälder Naganos hingegen an Schweden.

Außerdem braucht man von Tokyo aus nur zwei Stunden um wahlweise ans Meer oder in die Berge zu kommen. In Deutschland hat man das Eine oder das Andere…

©Anika | Ginkgoleafs | Mount Takigo

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Kein Gepöbel

Als ich mit meinem Mann 2013 Deutschland besuchte, geriet ich schon an unserem ersten vollen Tag in Klintsch mit einer Deutschen, die darauf bestand auch in der vollen und engen Pommesbude, die überdacht war, ihren Regenschirm zu benutzen, damit ihre sorgfältig geglätteten Haare sich nicht wieder kräuseln.

Unglaublich oder?

Diese und viele andere Situationen, vor allem Vorkommnisse in abendlichen Bahnen, lassen mich freudig in Japan leben.
Hier wird zwar auch mal gepöbelt oder laut Musik gehört, aber das ist zum Glück immer noch recht selten.

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Keine Angst

Außerdem kann man hier normalerweise auch als Frau alleine zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs sein.

Auch wenn mein Mann da Panik schiebt, muss man sich selten Sorgen machen überfallen zu werden.

Das heißt nicht, dass es keine Vorfälle gibt! Aber sie sind seltener. In Japan fühlt man sich einfach noch sicher.

©Anika | Ginkgoleafs | Hamarikyu

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Die vielen kleinen Dinge des Alltags

So, das waren die größeren Punkte, weshalb ich Japan liebe. Natürlich gibt es auch noch die vielen kleinen Dinge…

Konbinis, Service, Onsen, grüner Tee, Kotatsu, Natto, Saba… Hach ja…

Während es sich in Deutschland sicher wegen der ganzen sozialen Absicherung und Unterstützung sorgloser leben lässt, ist das Leben in Japan einfach angenehmer. Zumindest für mich.

In meinem Blog schreibe ich vor allem über Gärten und Parks in Japan und darüber, wie es sich mit Kind in Tokyo leben lässt.

Wenn du Lust hast, schau doch mal auf Ginkgoleafs vorbei!

Liebe Grüße Anika

©Anika | Ginkgoleafs

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Beim Lesen dieses Gastbeitrags musste ich echt das ein oder andere Mal schmunzeln.

So herrlich geschrieben und ihre positive Ansicht zum japanischen Wetter mag ich sehr. 

Oft höre ich Klagen über das Wetter, nicht nur von Ausländern, sondern auch von den Japanern selbst, die dem heiß-schwülen Sommer nicht viel abgewinnen können.

Aber mal ehrlich, was wäre Japan ohne die Jahreszeiten, ohne hohe Luftfeuchtigkeit und Regenzeit?


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2 Kommentare

  1. Also was das Wetter und das Sicherheitsgefühl angeht, bin ich ganz bei dir.
    Das vermisse ich auch mit am meisten – neben den von dir beschriebenen Kleinigkeiten wie Conbini, Onsen usw.. 😉

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